Eine Schreinerei hat Grosses vor

Ramsei

Die Zimmerei Kühni AG plant auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Schöni ein neues Betriebsgebäude. Dieses will die Firma mittels Passerelle über die Kantonsstrasse mit den benachbarten Produktionshallen erschliessen.

Neues Betriebsgebäude und Passerelle: Ernst Kühni, Markus Gerber und Ulrich Kühni präsentieren die Ausbaupläne.

Neues Betriebsgebäude und Passerelle: Ernst Kühni, Markus Gerber und Ulrich Kühni präsentieren die Ausbaupläne.

(Bild: Thomas Peter)

Gleich drei der vier Verwaltungsräte der Kühni AG haben gestern vor der Presse die neusten Ausbaupläne der in Ramsei ansäs­sigen Holzbaufirma präsentiert. «Auch wenn wir uns in einem Zeitalter der schnellen Kommunikation befinden, spüren wir immer öfters, dass die persönliche Begegnung und Beratung mehr Stellenwert erhält», sagte Verwaltungsratspräsident Ernst Kühni.

Nicht zuletzt deshalb will die auf alles, was mit Holz zu tun hat spezialisierte Firma ausbauen. Geschehen soll dies auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Schöni. Dieses liegt gleich gegenüber den heutigen Produktionshallen der Kühni AG. Das ehemalige Gärtnereiareal konnte die Holzbaufirma im vergangenen Oktober erwerben.Dort soll nun ein neues Betriebsgebäude entstehen. Vorgesehen ist ein dreigeschossiger Bau mit einer Grundfläche von 36×16 Metern, der ausschliesslich mit Holz gebaut wird.

«Das neue Gebäude wird als Kompetenzzentrum konzipiert», erläuterte der Verwaltungsratspräsident. So sind im Erdgeschoss ­moderne Ausstellungsräume für sämtliche Holzbaubereiche vorgesehen. Zudem sollen im Obergeschoss die Firmenverwaltung sowie die firmeneigene Generalunternehmung als Planungs- und Dienstleistungsbetriebe einziehen. Weiter ist ebenso ein Attikageschoss geplant.

Brücke über die Hauptstrasse

Besonders augenfällig dürfte indes die vorgesehene, geschlossene Passerelle mit einer Spannweite von rund 20 Metern über die Kantonstrasse werden. «Die Verbindungsbrücke über die Strasse wird die bisherigen Produktionshallen und Firmengebäude mit dem neuen Gebäude erschliessen», so Ernst Kühni weiter. Insgesamt 3,5 Millionen Franken will die Emmentaler Holzbaufirma in den Neubau mit Verbindungsbrücke investieren.

Läuft alles rund, soll Ende Februar die Baueingabe erfolgen. Parallel dazu läuft ein Abbruchgesuch für das Wohnhaus und die Ge­werbebauten auf dem rund 3000 Quadratmeter grossen Gelände der ehemaligen Gärtnerei.

Wie Kühni weiter ausführte, möchte die Firma das neue Betriebsgebäude Ende Jahr beziehen. «Damit können wir unsere Betriebsabläufe entflechten und insbesondere die Präsentationen für Kunden und Architekten aufwerten», betonte Kühni. Und weiter: «Mit dem geplanten Neubau haben wir das Potenzial für zehn zusätzliche Arbeitsplätze.»

Mit 160 Mitarbeitern ist die Kühni AG ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Seit dem Jahr 2000 befindet sich die Firma auf dem ehemaligen Areal der Tetovil AG in Ramsei. Seither wurde der Betrieb stetig ausgebaut. «Weil wir an Grenzen stossen, sind wir glücklich, konnten wir das gegenüberliegende Gärtnereiareal kaufen», sagte Ernst Kühni.

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