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Er kämpft weiter für die Rechte der Verdingkinder

Lützelflüh

Noch bis Ende Monat können Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen einen Solidaritätsbeitrag beantragen. Rolf Horst Seiler als Betroffener findet, diese Frist müsse aufgehoben werden.

Mit einer Scheinrehabilitation will sich der 75-jährige Rolf Horst Seiler nicht zufriedengeben.

Mit einer Scheinrehabilitation will sich der 75-jährige Rolf Horst Seiler nicht zufriedengeben.

(Bild: Thomas Peter)

Giannis Mavris

«A hungry man is an angry man» – ein hungriger Mann ist ein zorniger Mann, besagt ein amerikanisches Sprichwort. Im Fall von Rolf Horst Seiler trifft das zu, im übertragenen Sinne: Er ist hungrig nach Gerechtigkeit. Und entsprechend zornig. Seiler wurde Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Als Neunjähriger erleidet er eine Menin­gitis, eine schwere Hirnhautentzündung, die bleibende Schäden hinterlässt. Er hat Konzentrationsstörungen, ist ständig müde, hat Probleme mit der Koordination. Die Schule geht irgendwie vorbei, die Lehre muss er abbrechen, weitere Arbeitsversuche scheitern. Fortan gilt er als «arbeitsscheuer Nichtstuer».

Berner Zeitung

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