Gesund und unter neuer Führung

Kernenried

Zwar schliesst das Budget mit einem Minus, doch der Gemeinde Kernenried geht es nicht schlecht. Ab nächstem Jahr leitet Adrian Zemp den Gemeinderat. Er folgt auf den abtretenden Markus Koller.

Die Gemeinde Kernenried darf als gesund betrachtet werden. Dennoch ist laut Gemeinderat mittel- bis langfristig eine Steuererhöhung nicht auszuschliessen.

Die Gemeinde Kernenried darf als gesund betrachtet werden. Dennoch ist laut Gemeinderat mittel- bis langfristig eine Steuererhöhung nicht auszuschliessen.

(Bild: Andreas Marbot)

Die Gemeindeversammlung in Kernenried stand vor allem im Zeichen des Abschieds. Der langjährige Gemeinderat und -präsident Markus Koller tritt Ende Jahr zurück. 2007 wurde er in die Exekutive gewählt, die letzten sechs Jahre war er Präsident. Den Applaus, den Koller zum Schluss erhielt, verdeutlichte, dass seine Arbeit für die Gemeinde geschätzt wurde. Es sei eine eindrückliche Zeit gewesen, resümierte er und ergänzte mit einem Lachen: «Trotz meinem hohen Alter habe ich viel gelernt.»

Nur stille Wahlen

Kollers Nachfolge übernimmt der bisherige Vizeratspräsident Adrian Zemp. Da es keinen Gegenkandidaten gab, wurde Zemp als still gewählt erklärt. Das galt auch für die übrigen Be­hördenmitglieder. Renate Gammenthaler behält ihren Sitz im Gemeinderat, Andreas Stöckli ist neu dabei. Hans Rudolf Frei bleibt Gemeindepräsident und somit Versammlungsleiter. Und Markus Koller kann es doch nicht ganz sein lassen: Er bleibt Vize­gemeindepräsident.

(Noch) keine Steuererhöhung

Das Budget 2018 von Kernenried sieht bei einem Aufwand von knapp 2 Millionen Franken im Gesamthaushalt einen Aufwandüberschuss von 189 000 Franken vor. Gemäss Finanzplanung ist auch in den kommenden Jahren mit negativen Ergebnissen zu rechnen. Gemeinderätin Renate Gammenthaler erklärte, wegen des Eigenkapitals seien diese Ergebnisse verkraftbar. Dieses betrug Ende 2016 etwa 2,5 Millionen Franken. Die Gemeinde darf also durchaus als gesund betrachtet werden. Dennoch ist laut Gemeinderat mittel- bis langfristig eine Steuererhöhung nicht auszuschliessen. Die Situation müsse jährlich neu beurteilt werden. 2018 bleibt der Steuerfuss bei 1,37 Einheiten.

Die 58 Anwesenden (von total 406 Stimmberechtigten) genehmigten für die Leitungssanierung in der Hauptstrasse einen Kredit von 350 000 Franken. Zudem stimmten sie dem Austritt aus dem Gemeindeverband Rüdtligen-Alchenflüh und dem Anschluss der Gemeinde an den ­Sozialdienst Untere Emme in Kirchberg einstimmig zu.

tg

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