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Hängärtner und BDP gewinnen Wahlen in Rüegsau

Erstmals konnte das Rüegsauer Volk zwischen zwei Kandidaten für das Gemeindepräsidium auswählen. Es entschied sich für Andreas Hängärtner. Die BDP gewinnt den frei gewordenen FDP-Sitz.

Andreas Hängärtner (SVP) ist in der Legislatur 2019-2022 Gemeindepräsident von Rüegsau.
Andreas Hängärtner (SVP) ist in der Legislatur 2019-2022 Gemeindepräsident von Rüegsau.
zvg
Gewählt sind ebenfalls: Paul Baumgartner (BDP), 750 Stimmen.
Gewählt sind ebenfalls: Paul Baumgartner (BDP), 750 Stimmen.
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Christoph Mosimann (SVP), 419 Stimmen.
Christoph Mosimann (SVP), 419 Stimmen.
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Die Ausgangslage vor den Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderats war spannend: Erstmals wurde der Gemeindepräsident nicht still gewählt, sondern die Stimmbevölkerung hatte die Wahl zwischen dem SVP-Vertreter Andreas Hängärtner und der BDP-Frau Sonja Steinmann.

«Dass ich der­massen klar gewählt werde, damit hätte ich nicht gerechnet.»

Andreas Hängärtner, frisch gewählter Gemeindepräsident von Rüegsau

Beide sassen bereits in der laufenden Legislatur in der Lokalregierung und wollten nun die Nachfolge des abtretenden Fritz Rüfenacht (SVP) als Gemeindeoberhaupt antreten. In der Endabrechnung obsiegte schliesslich Hängärtner, der seiner Konkurrentin rund 200 Stimmen voraus war: Er erhielt 574, Steinmann 376. «Dass ich dermassen klar gewählt werde, damit hätte ich nicht gerechnet», gestand der frisch gewählte Gemeindepräsident, bei Wahlen sei es sowieso immer schwierig, Prognosen abzugeben.

Bauressort in neuen Händen

Während Hängärtner bei der Verkündung der Resultate nicht anwesend war und erst später im Rüegsauer Kirchgemeindehaus auftauchte, war Sonja Steinmann die ganze Zeit vor Ort. Enttäuscht sei sie aber nicht, betonte die amtierende Verantwortliche für Soziales, Kultur und Sport.

«Mir war es wichtig, dass die Bevölkerung eine Wahl hat, wer ihr Gemeindepräsident werden soll», so Steinmann. Ausserdem sei es auch für den Gemeindepräsidenten von Vorteil, von den Bürgern gewählt zu sein, da er sich so dem Rückhalt der Bevölkerung sicher sein könne.

So übernimmt Hängärtner ab dem 1. Januar das Amt von Parteikollege Rüfenacht, der acht Jahre die Gemeinde präsidierte. Dafür muss der Neugewählte sein bisheriges Ressort, jenes für Bau, an den Nagel hängen. Ein vor allem in Rüegsau nicht unwichtiges Amt.

Die anstehende Ortsplanungsrevision, die angedachten Hochwasserschutzprojekte und die Sanierung des Schulhauses werden also dereinst von Hängärtners Nachfolger bearbeitet. Wer dies ist, wird erst nach der ersten Sitzung des neuen Rates Anfang Jahr offiziell. «Natürlich werde ich einen Schnitt machen müssen, aber ich bin überzeugt, dass mir das gelingen wird», sagte der scheidende Bauressortvorsteher.

Bisherige wiedergewählt

Ebenfalls brisant war die Ausgangslage im Rennen um die sechs Sitze im Gemeinderat. Nachdem FDP-Vertreter Markus Mosimann im September die Ablehnung des Schulhauskredits als Anlass genommen hatte zurückzutreten und die Partei keinen geeigneten Kandidaten ins Rennen hatte schicken können, ging der Wettlauf auf diesen Sitz los.

Es gelang der BDP, diesen zu erobern, wodurch die bürgerliche Partei neu mit zwei Personen im Gemeinderat vertreten ist. Paul Baumgartner, Rüegsauer Gemeinderat und Vizepräsident der BDP Brandis, freuts: «Wir konnten eine wirklich gute Liste präsentieren und haben fest damit gerechnet, einen weiteren Sitz zu gewinnen.» Vor vier Jahren verlor die Partei um Haaresbreite ihren zweiten Sitz an die SVP – damals fehlten fünf Stimmen.

Der Rat wird durch Vertreter von EDU und SVP komplettiert, wodurch alle angetretenen Parteien mit mindestens einer Person im Gremium vertreten sind. Die Bisherigen Beat Reinhard, Daniel Fankhauser (beide SVP), Paul Baumgartner (BDP) und Sonja Steinmann (EDU) schafften allesamt die Wiederwahl.

Hinzu kommen Christof Steiner (BDP) und Christoph Mosimann (SVP), die neu in den Gemeinderat gewählt wurden. Somit stellt die Schweizerische Volkspartei nach wie vor die Mehrheit in der Exekutive. 43 Prozent der Rüegsauer Bevölkerung haben sich daran beteiligt, den neuen Gemeinderat zu bestellen – ein Prozent mehr als vor vier Jahren.

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