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Hochbetrieb auf der Notfallstation

Im Jahr 2016 nahmen die Notfälle in den Spitälern Burgdorf und Langnau deutlich zu. Der Rettungsdienst reagiert auf die Entwicklung: Seit Anfang Jahr ist ein zusätzliches Team im Einsatz.

Die Ambulanz kam 2016 öfter zum Einsatz als in den Vorjahren. Mehr als 5000-mal rückte das Rettungsteam im vergangenen Jahr aus.
Die Ambulanz kam 2016 öfter zum Einsatz als in den Vorjahren. Mehr als 5000-mal rückte das Rettungsteam im vergangenen Jahr aus.
zvg

Letztes Jahr gab es im Spital Emmental gut 12 Prozent mehr Notfälle als 2015. Auch die Rettungseinsätze nahmen um 7 Prozent zu. So wurden 9300 Patienten auf der Notfallstation des Spitals Burgdorf behandelt. In Langnau waren es 5000 Patientinnen und Patienten.

Operationen im Bauchbereich oder bei Knochenbrüchen waren die häufigsten chirurgischen Eingriffe. In der Notfallmedizin machten Infektionen der Luftwege, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Infektionen die Mehrheit der Fälle aus.

Patienten bleiben in Region

Hauptgrund für die Zunahme sei die Steigerung des Eigenversorgungsgrads, sagt Felix Nohl, Ärztlicher Leiter der Notfallstationen des Spitals Emmental. «Die Leute lassen sich heute weniger oft in Bern behandeln, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war», sagt er.

Nebst der Sanierung der Notfallstation in Langnau sieht er auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten als Grund dafür. «Unsere Assistenzärzte absolvieren einen Teil ihrer Ausbildung bei einem Hausarzt.» So würden die Kontakte gepflegt, und die Hausärzte würden mehr Notfallpatienten ans Spital in der Region überweisen.

Auch Rettungseinsätze gab es im vergangenen Jahr mehr als in den Vorjahren. 5182-mal rückte das Notfallteam aus. Medizinische Notfälle wie Herzinfarkte oder Hirnschläge machten mit 2371 Einsätzen den Grossteil aus.

Wegen chirurgischer Notfälle rückte die Ambulanz 774-mal und wegen Verkehrsunfällen 127-mal aus. Die Zunahme der Einsätze um 7 Prozent sei auf die Zunahme der Hospitalisierungen zurückzuführen, sagt René Jaussi, Leiter Pflege Rettungsdienst und Notfallstationen. «Wenn es mehr Leute im Spital hat, machen wir auch mehr Verlegungen», sagt er.

Mehr Rettungsteams

Auf die stetige Zunahme reagiert der Rettungsdienst mit einem ­zusätzlichen Rettungsteam. Seit Anfang Jahr sind nun an Wochentagen tagsüber fünf Teams im Einsatz.

Muss es mal besonders schnell gehen, werden die professionellen Sanitäter von Laien unterstützt. Seit 2012 arbeitet das Spital Emmental mit sogenannten First Responders zusammen. Die medizinisch ausgebildeten Laien überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen der Ambulanz mit Erster Hilfe.

Ziel ist, die Überlebenschance von Patienten mit Herzstillstand zu verbessern. Rund 300 First Responders stehen derzeit im ganzen Emmental zur Verfügung. Im 2016 leisteten sie 168-mal Erste Hilfe.

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