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In Harmonie mit den Eissportklubs

Arlette Strauss und Thomas Schärer übernehmen das Restaurant in der ­Localnet-Arena. Trotz einigen Pächterwechseln in den vergangenen Jahren ist das Ehepaar zuversichtlich. Wichtig ist ihnen eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen.

Sie heissen im Stadionrestaurant Overtime alle Gäste willkommen, nicht nur die Nutzer der Eishalle: Arlette Strauss und Thomas Schärer.
Sie heissen im Stadionrestaurant Overtime alle Gäste willkommen, nicht nur die Nutzer der Eishalle: Arlette Strauss und Thomas Schärer.
Thomas Peter

«Für uns ist es eine neue Herausforderung», sagen Arlette Strauss und Thomas Schärer. Das Ehepaar betreibt ab Samstag das Restaurant Overtime in der Localnet-Arena Burgdorf. Erneut versuchen sich also neue Pächter an der Gastronomie in der Eis­halle. Bisher hat noch niemand das richtige Rezept gefunden, sind sich auch Strauss und Schärer bewusst.

Zuletzt führte die Berchtold Gruppe, die in Burgdorf verschiedene Gastronomieangebote betreibt, das Overtime. Doch es sei wirtschaftlich nicht gelaufen wie erhofft, erklärt Geschäftsführer Martin Egger kurz und knapp. Zudem sei der Betrieb sehr zeitaufwendig gewesen. Deshalb habe sich die Berchtold-Gruppe entschieden, die Pacht nach drei Jahren abzugeben, so Egger.

In die Aufgabe hineinwachsen

Nun übernimmt das Ehepaar Schärer-Strauss. Es betreibt seit 20 Jahren an der Lyssachstrasse in Burgdorf das Fachgeschäft Chäs Hütte. Arlette Strauss sagt, sie habe davor im Gastgewerbe gearbeitet und damals auch das Wirtepatent erworben. «Der Kontakt zu den Menschen macht uns Freude», erklärt Schärer, weshalb sie das Restaurant übernehmen. «Wir unterschätzen die Aufgabe nicht, hoffen aber auch auf Verständnis der Gäste, dass wir etwas Zeit brauchen, in die Aufgabe hineinzuwachsen», ergänzt seine Frau.

Strauss und Schärer sind unvermittelt zu ihrer neuen Aufgabe gekommen. Sie seien vom Verwaltungsrat der Localnet-Arena angefragt worden, ob sie nicht Interesse hätten, das Restaurant zu pachten. Und so werden sie künftig nicht mehr nur Käse verkaufen, sondern auch wirten. Dabei hoffen sie, von ihrer Bekanntheit als Käsespezialisten und ihrer regionalen Verwurzelung zu profitieren. Um die bisherige mit der neuen Tätigkeit zu verbinden, wollen sie im Restaurant Overtime zudem auch Fondue- und Raclette-Events anbieten.

Arlette Strauss wird sich mehr um das Restaurant kümmern, während ihr Mann weiterhin vornehmlich in der Chäs Hütte zugegen ist. Das Restaurant werden sie mit drei Festangestellten führen (zwei Köche, eine Service­angestellte). Hinzu komme noch Aushilfspersonal, sagt sie.

Cupspiel Burgdorf vs. Biel

«Unser Ziel ist es, dass das Stadionrestaurant zu einer Begegnungsstätte wird», so Strauss. Dabei sollen nicht nur Gäste einkehren, die sich ohnehin in der Eishalle aufhalten, sondern auch Biker, Spaziergänger oder Angestellte der nahen Industriebetriebe. Das Restaurant soll zudem ein wichtiger Teil der Localnet-Arena sein. «Wir müssen harmonisch funktionieren», formulieren die 48-Jährige und der 50-Jährige ihre Vorstellung der Zusammenarbeit mit den Stadionbetreibern sowie den Eissportklubs.

Einer der wichtigsten Mieter der Arena ist der EHC Burgdorf. Der Hockeyklub hat gerade turbulente Monate hinter sich. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die angestrebte finanzielle Sanierung gelungen ist (wir berichteten). Darüber sind auch Strauss und Schärer froh. «Alles andere wäre für uns nicht optimal gewesen.»

Strauss sagt, je besser die erste Mannschaft des EHC Burgdorf abschneide, desto mehr profitiere auch die Gastronomie von den Heimspielen. Ihre Feuertaufe erleben die beiden übrigens ­bereits am 19. September mit dem Spiel des EHC Burgdorf gegen den EHC Biel im Rahmen des Schweizer Cups. «Dieser Event kommt zwar schon etwas früh, aber natürlich hoffen wir auf möglichst viele Besucher in der Localnet-Arena», sagt Schärer.

Flexible Öffnungszeiten

Ab Mitte Oktober, wenn die Eissportsaison so richtig startet, bis im Frühling sind die Gäste im Restaurant Overtime sieben Tage die Woche willkommen. Normalerweise sei von 9 bis 21 Uhr offen, sagt Strauss. Doch sie und ihr Mann erklären, man müsse flexibel sein und die Öffnungszeiten dem laufenden Betrieb anpassen. An Matchtagen zum Beispiel sei sicher länger geöffnet.

Die Localnet-Arena hat mittlerweile ganzjährig Eisbetrieb. Auch das Restaurant werde im Sommer offen sein, allerdings mit ein oder zwei Ruhetagen pro Woche, sagt Strauss. Doch über die Sommeröffnungszeiten wollen sich die Neo-Gastronomen derzeit noch gar nicht viele Gedanken machen – lieber fokus­sieren sie auf einen gelungenen Start in ihr neues Abenteuer.

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