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Jakob-Millionen: Eine klare Sache

Mit deutlichem Mehr haben die Langnauer Stimmberechtigten Ja gesagt zur Frage, ob die Gemeinde der Jakob AG 3 Millionen Franken überweisen soll.

Nur für den Eventbereich haben Bund und Kanton einst ein zinsloses Darlehen gesprochen. Und diesen bezahlte die Jakob AG ganz allein.
Nur für den Eventbereich haben Bund und Kanton einst ein zinsloses Darlehen gesprochen. Und diesen bezahlte die Jakob AG ganz allein.
Thomas Peter

Angesichts der schon fast gespenstisch anmutenden Ruhe, die vor der Abstimmung in Langnau herrschte, war kein anderes Resultat erwartet worden. Überaus deutlich sagten die Langnauerinnen und Langnauer Ja zur Weitergabe eines zinslosen Darlehens von 3 Millionen Franken an die Jakob AG in Trubschachen. 2731 Personen waren dafür, 550 votierten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 49 Prozent.

Vor der Abstimmung sagte Peter Jakob, einen hohen Ja-Anteil würde er als Vertrauensbeweis interpretieren. Denn niemand habe infrage gestellt, dass seine Familie respektive die Jakob AG der Gemeinde die jährlich geschuldeten Raten von 200'000 Franken würde zurückzahlen können. Gegenüber dem Bund bleibt die Gemeinde Schuldnerin des Darlehens und muss die vereinbarten Amortisationsraten leisten.

Mit dem Ja zur Weitergabe der 3 Millionen Franken, die Jakob bereits seit dem Bau des Tigersaals zugestanden wären, ist nun ein weiterer Schritt hin zum zweiten Eisfeld getan. Aber damit hat das Projekt noch lange nicht alle Hürden genommen. Denn noch könnten die Landwirte ihre Einwilligung zum Abbruch der Markthalle nicht erteilen und den Platz neben dem Ilfisstadion nicht räumen.

Deshalb gilt es nun vorerst abzuwarten, ob der Umzug des Verbands Markthalle Oberes Emmental in die Reithalle im Hübelschachen bei Schüpbach gelingt. Das hängt davon ab, ob die Gemeinde Signau und der Kanton die aus­gearbeitete Zonenplanänderung und die Überbauungsordnung gutheissen.

Ernst Kühni, der in Schüpbach zusammen mit seinem Bruder Ulrich Kühni das Areal gekauft hat, ist guter Dinge, dass das Vorhaben gelingt. Die Projektgruppe, der nebst Vertretern des Markthalle-Verbands auch solche des Oberemmentalischen Reitvereins und der Reithallengesellschaft Langnau angehören, habe am Tag der offenen Tür Anfang Februar «positive Signale» entgegennehmen können: 30 Personen hätten ihre Bereitschaft erklärt, das Projekt zu unterstützen. Etwa als Gönner oder indem sie Aktien der geplanten Markt- und Reitsporthalle AG kaufen würden.

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