Keine Käufer mehr

Lauperswil

Die Gemeinde wollte Land veräussern. Jetzt sind die beiden Kaufinteressenten abgesprungen.

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(Bild: Hans Wüthrich (Archiv))

Regina Schneeberger

Eigentlich war es eine beschlossene Sache: Der Lauperswiler Gemeinderat wollte ein Stück Land, das in Zollbrück hinter der Curlinghalle liegt, verkaufen. Und die Stimmberechtigten befürworteten den Verkauf an der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember. Das Geschäft wurde knapp verabschiedet.

Doch dann hiess das Regierungsstatthalteramt Mitte September eine Beschwerde von acht Bürgen gut. Und hob damit den Entscheid der Versammlung auf. «Ich bin enttäuscht», sagte damals Gemeindepräsident Hans Ulrich Gerber (SVP). Den Fall vors Verwaltungsgericht weiterziehen will der Gemeinderat nun trotzdem nicht.

Das verkündete er am Montag in seiner Mitteilung. «Wir akzeptieren den Entscheid des Statthalteramts», sagt Vizegemeindepräsident Christian Baumann (SVP). Auf Anraten des Anwalts verzichte man darauf, ihn anzufechten. Nachvollziehen könne man es aber trotzdem nicht. «Wir sehen nach wie vor keinen Fehler unsererseits», hält Baumann fest.

Bemängelt wurde von den Beschwerdeführern, dass die Bürger vor der Abstimmung in drei Punkten nicht präzise informiert worden waren. War im Infoblatt von 5000 Quadratmetern die Rede, so wurde an der Gemeindeversammlung über den Verkauf von 7000 Quadratmetern abgestimmt. Zudem gab es eine Abweichung vom ursprünglich kommunizierten Preis.

Nur die im Infoblatt erwähnten 5000 Quadratmeter sollten je 110 Franken kosten. Für die neu dazugekommene Fläche sollte der Preis erst noch ausgehandelt werden. Dazu kam, dass 300 Quadratmeter an eine Anwohnerin verkauft werden sollten.

Vor der Abstimmung war nur von zwei Kaufinteressenten die Rede: dem Langnauer Simon Wüthrich, der dort für seinen Holzbaubetrieb ein weiteres Gebäude bauen wollte, und der Pfingstgemeinde Burgdorf.

Doch die beiden ursprünglichen Interessenten sind nun abgesprungen. «Das kam für uns nicht überraschend», so der Vizegemeindepräsident. Denn beide würden schon bald zusätzlichen Raum brauchen. «Wie es nun weitergeht, wird der Gemeinderat in den nächsten Monaten entscheiden.»

Berner Zeitung

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