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Mehr als Käse und Biskuits

Ist das Emmental ein Ferienparadies? Die ­Region soll vermehrt als Etappenziel auf längeren Reisen vermarktet werden.

Ein Reiseziel mit Aussicht: Abendstimmung auf Oberegg, Gohl, mit Blick in Richtung Stockhornkette.
Ein Reiseziel mit Aussicht: Abendstimmung auf Oberegg, Gohl, mit Blick in Richtung Stockhornkette.
Hans Wüthrich

Wer an einen Ausflug ins Emmental denkt, dem kommt wohl als Erstes die Schaukäserei in Affoltern in den Sinn. Und wer danach nicht bereits satt ist, besucht noch die Kambly-Fabrik in Trubschachen.

Doch die Region habe viel mehr zu bieten, meint Christian Billau, Leiter Tourismus Emmental. An einem Mediengespräch im Stadthaus informierten am Dienstag der Tourismusleiter mit dem Burgdorfer Stadtpräsidenten, Stefan Berger, und dem Direktor des Stadthauses, Marvin Portmann, über die Lage des Tourismus im Emmental.

Luft nach oben

Und die Lage scheint stabil. 1,3 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr gab es im 2016. Doch Billau sieht Luft nach oben. «Wir haben die Standortvorteile noch nicht ausgenutzt», sagt er.

So sollte das Emmental nicht nur Tagesausflugsziel sein, sondern auch als Zwischenstopp auf grösseren Reisen angepriesen werden, so Billau. Beispielsweise für die E-Bike-Fahrer, die entlang der Herzroute strampeln. Denn diese führt mitten durchs Emmental, von Langnau über Burgdorf bis nach Affoltern.

Aber auch für die Kulturliebhaber habe die Region einiges zu bieten, meint Stefan Berger. So müsste man Museen wie jenes mit den Werken von Franz Gertsch oder die Plastiken von Bernhard Luginbühl im Alten Schlachthaus noch vermehrt als Paket verkaufen.

Mehr zusammenarbeiten und Synergien nutzen will auch Marvin Portmann vom Stadthaus. So treffen sich die Küchenchefs des Bären in Dürrenroth, des Sternen in Kriegstetten und des Stadthauses regelmässig zum Austausch. Und auch mit dem Löwen in Heimiswil wird zusammengespannt. «Wenn sie eine Hochzeitgesellschaft bewirten, empfehlen sie uns als Übernachtungsmöglichkeit», sagt Portmann.

Romantik verkaufen

Zudem verkauft sich das Stadthaus seit vergangenem Herbst als Romantikhotel. Diese Hotel­kooperation macht die Mitglieder über eine Buchungsplattform und einen Hotelführer sichtbar. In Europa zählt die Kooperation 200 Mitglieder, 26 davon befinden sich in der Schweiz.

Aber auch auf die grossen Buchungsplattformen ist das Stadthaus angewiesen. «Ohne Booking.com würde es nicht mehr gehen», sagt Portmann. Doch hat diese Abhängigkeit auch eine Schattenseite. Mehr als zehn Prozent der Einnahmen gehen als Marge an die Plattform.

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