Mehr Patienten, aber die Rechnung schliesst negativ ab

Das Spital Emmental verzeichnete 2018 eine rekordhohe Anzahl an Patienten.

Das Spital Emmental hat 2018 über 70'000 Patientinnen und Patienten behandelt.

Das Spital Emmental hat 2018 über 70'000 Patientinnen und Patienten behandelt.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Das Spital Emmental hat noch nie so viele Patientinnen und Patienten behandelt wie im vergangenen Jahr, schreibt es in einer Mitteilung. 70'340 waren es an der Zahl und damit rund 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon wurden an den Standorten Burgdorf und Langnau 57'679 ambulant und 10'341 stationär behandelt. In der Psychiatrie waren es 2103 ambulante und 217 stationäre Patienten.

Höherer Betriebsertrag

Gibt es bei der Entwicklung der Patientenzahlen einen positiven Trend, so schlägt sich dieser bei der Rechnung nicht entsprechend nieder. Zwar ist der Betriebsertrag mit 163 Millionen Franken leicht höher als im Vorjahr. Das Jahresergebnis zeigt aber aufgrund höherer Abschreibungen sowie der Zinsbelastung einen Verlust von 2,8 Millionen Franken auf.

Die markante Zunahme der Patientenzahlen habe nicht zu einem entsprechenden Wachstum auf der Ertragsseite geführt, heisst es in der Mitteilung weiter. Denn der Eingriff des Bundesrats in den Tarmed-Leistungskatalog habe sich deutlich negativ ausgewirkt. Die ambulanten Leistungen könnten auch mit grossen Anstrengungen zur Effizienzsteigerung unter den geltenden Rahmenbedingungen nicht kostendeckend erbracht werden.

132 neue Betten

2018 konnte das neue Bettenhaus in Burgdorf in Betrieb genommen werden – mit 132 Betten und vier neuen Operationssälen. In das gesamte Projekt wurden 111 Millionen Franken investiert. Dazu gehörte auch die Erneuerung des alten Bettenhauses unter anderem für die Psychiatrie.

rsc

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