Zum Hauptinhalt springen

Noch fehlt das Geld

Die Schützengesellschaft Heimisbach will acht Kugelfangkästen einbauen. Die Bewilligung liegt vor, nun müssen die ­Finanzen geregelt werden.

Jacqueline Graber
Die Scheiben der Schiess­anlage Heimisbach sollen mit einem Kugelfangsystem ­ausgerüstet werden.
Die Scheiben der Schiess­anlage Heimisbach sollen mit einem Kugelfangsystem ­ausgerüstet werden.
Thomas Peter

Die Schützenanlage in Heimisbach wird rege genutzt. Jeden Donnerstag üben die Vereinsmitglieder der ortsansässigen Schützengesellschaft. Zudem zeigt ein Blick auf die Internetseite der Gesellschaft, dass in der Anlage zusätzlich praktisch jeden Monat ein spezieller Schiessanlass stattfindet.

Viel Eigenleistung

Doch nicht nur in Heimisbach knallt es regelmässig. Laut Jacques Ganguin, Vorsteher des Amtes für Wasser und Abfall des Kantons Bern, sind im Verwaltungskreis Emmental 61'300 Meter Schiessanlagen im Kataster der belasteten Standorte erfasst. Davon sind 48 Anlagen noch in Betrieb. Bei 11 wurden bereits Kugelfangkästen eingebaut. Denn Schiessanlagen dürfen nach ­Ende 2020 nur noch betrieben werden, sofern keine neuen Belastungen mehr ins Erdreich gelangen.

Diese Auflage wollen auch die Heimisbacher Schützen erfüllen. Sie haben deshalb ein Baugesuch für die Erstellung von acht Kugelfangkästen eingereicht. Laut Roy Bachmann vom Regierungsstatthalteramt sind dagegen keine Einsprachen eingegangen.

Doch trotz Baubewilligung wird nicht bereits in den nächsten Tagen mit Pickeln und Schaufeln begonnen. «Die Finanzierung ist noch nicht geregelt», sagt Bruno Röthlisberger, Präsident der Schützen­gesellschaft Heimisbach. Obwohl die 25 bis 30 Vereinsmitglieder viel Eigenleistung erbringen wollen, muss mit Kosten zwischen 50'000 und 60'000 Franken gerechnet werden.

Eine Summe, welche die Schützen allein nicht stemmen können, zumal sie auch für den Unterhalt der Liegenschaft aufkommen müssen. Doch in Gesprächen mit anderen Präsidenten, deren Vereine bereits Kugelfangkästen installiert haben, hat Röthlisberger erfahren, dass sich die Heimatgemeinden jeweils grosszügig an den Investitionen beteiligt haben. Hingegen kein Geld ist von Bund und Kanton zu erwarten.

Gemeinde ist in der Pflicht

Röthlisberger erklärt, dass die Gemeinden in der Pflicht stünden, militärpflichtigen Personen Zielscheiben zur Durchführung der obligatorischen Schiessübungen zur Verfügung zu stellen.

Dies kann jedoch auch geschehen, indem sich die Gemeinde bei einer anderen einmietet, beziehungsweise dafür bezahlt, dass die Schützen an einem anderen Standort schiessen können. Von dieser Option jedoch ist Röth­lisberger nicht angetan. «Wäre das bei uns der Fall, würde sich der Verein innerhalb kurzer Zeit auflösen», ist er überzeugt.

Doch Eva Hess, stellvertretende Gemeindeschreiberin von Trachselwald, beruhigt: Diese Möglichkeit sei nicht angedacht. Mit welchem Betrag sich jedoch die Gemeinde an den Kosten beteiligen werde, sei noch offen. «Die Schützen müssen zuerst ein Gesuch einreichen, danach wird der Gemeinderat entscheiden.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch