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Onyx-Millionen schmelzen dahin

Das Budget 2018 rechnet mit einem Minus. Dieses sei allerdings verkraftbar, hält der Gemeinderat fest.

Jürg Rettenmund
Das Budget 2018 sieht im all­gemeinen Haushalt bei einem Umsatz von 17,2 Millionen Franken ein Defizit von 389'000 Franken vor.
Das Budget 2018 sieht im all­gemeinen Haushalt bei einem Umsatz von 17,2 Millionen Franken ein Defizit von 389'000 Franken vor.

Der Gemeinderat von Huttwil hat für das Budget 2018 seine Finanzziele angepasst. Er geht nun davon aus, die Mittel aus dem Verkauf der Onyx-Aktien für Inves­titionen einzusetzen. Investitionen, die im Zusammenhang mit dem Entwicklungsschub rund um den Bahnhofneubau getätigt wurden und noch anstehen – insbesondere für die Sanierung des Schwimmbades und den Neubau eines Kindergartens beim Schulhaus Städtli.

So stehen inklusive der Mittel, die die Gemeinde aus den Jahresergebnissen finanzieren kann, in der aktuellen Finanzplanungs­periode bis 2022 rund 20 Millionen Franken zur Verfügung. Ein Tabu ist für den Rat dagegen die Erhöhung der Steueranlagen, wie er im Mitteilungsblatt zur Gemeindeversammlung vom 5. Dezember schreibt.

Eckwerte eingehalten

Mit dem Budget und der Finanzplanung werden diese Eckwerte eingehalten. Allerdings, schränkt Marcel Sommer (SVP), Gemeinderat mit Ressort Finanzen, ein, würden Finanzprognosen immer noch durch die Umstellung aufs neue Rechnungsmodell HRM2 erschwert. «Bevor die dritte Rechnung nach dem neuen Modell vorliegt, sind noch nicht alle Unsicherheiten aus der Umschlüsselung beseitigt.» In Huttwil kumulieren sich diese Unsicherheiten mit denen aus dem laufenden Entwicklungsschub.

Bevölkerung wächst

Immerhin eines lässt sich bereits sagen: In Huttwil wird nicht nur gebaut wie wild, die Bevölkerung nimmt auch tatsächlich zu. So sind der Finanzplanung ein jährliches Bevölkerungswachstum von 0,5 Prozent im aktuellen Jahr und 0,2 Prozent in den Folgejahren zugrunde gelegt.

Eine Prognose auf Ende des laufenden Jahres sei zwar heikel, betont Gemeindeverwalter Martin Jampen. In den Jahren 2015 und 2016 sei das jährliche Wachstum hingegen bei 1,33 Prozent ­gelegen. Die Prognose in der Finanzplanung sei also eher vorsichtig.

Nicht erfüllt hat sich die Hoffnung von Marcel Sommer, dass der Einbruch bei den Steuern in der Rechnung 2016 auf einen ­einmaligen Effekt zurückzuführen ist. «Wir müssen heute davon ausgehen, dass wir künftig mit den tieferen Zahlen zu rechnen haben.»

Das Budget 2018 sieht im all­gemeinen Haushalt bei einem Umsatz von 17,2 Millionen Franken ein Defizit von 389 000 Franken vor. Im Gesamthaushalt resultiert ein Minus von 539 300 Franken.

Gemeindeversammlung: Dienstag, 5. Dezember, 20 Uhr, Städtlisaal ­Hotel Kleiner Prinz.

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