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Ruheort für Engelskinder

Mit einem überarbeiteten Friedhofreglement will der Gemeindeverband eine Gedenk- und Ruhestätte für tot und fehl­geborene Kinder schaffen. Am Mittwochabend befinden die Abgeordneten aus ­sieben Gemeinden über das Vorhaben.

Die Holzskulptur für das geplante Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Kirchberg steht bereits.
Die Holzskulptur für das geplante Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Kirchberg steht bereits.
Thomas Peter

Das noch aktuelle Friedhof- und Bestattungsreglement des Gemeindeverbandes Kirchberg stammt aus dem Jahr 2011. Jetzt hat eine Arbeitsgruppe das Reglement überarbeitet und den Bedürfnissen angepasst. Im Mittelpunkt steht das Bestatten von ­sogenannten Engelskindern, also tot und fehlgeborenen Kindern. Deren Bestatten ist im Reglement neu vorgesehen. Sie können auf dem Engelskindergrab bei­gesetzt werden.

Am Mittwochabend wird die Abgeordnetenversammlung über das überarbeitete Reglement befinden. «Geplant ist eine Art Gemeinschaftsgrab, das mit einer Holzskulptur ausgestattet ist», erläutert Sachbearbeiterin Ines Germann auf Anfrage. Wie die Sachbearbeiterin weiter ausführt, sei das Anbringen einer Inschrift nicht vor­gesehen. Die Kosten für die neue Ruhestätte, die auf dem Friedhof Kirchberg eingerichtet wird, seien bescheiden, weil die Gedenkstätte von den Friedhofsgärtnern selber gestaltet werde und der Platz dazu schon vorhanden sei.

Schon länger ein Thema

Läuft alles rund, wird die neue Stätte ab Januar 2018 bereit sein. Das Realisieren einer Ruhestätte für Engelskinder sei im Gemeindeverband, der nebst dem Friedhof Kirchberg auch für die Bestattungen auf dem Friedhof Rüti bei Lyssach zuständig ist, schon länger ein Thema gewesen. «Weil wir ab und zu Anfragen erhalten haben, machen wir nun etwas», so Ines Germann weiter. Bislang wurden Engelskinder nach bestimmten Vorgaben in einem herkömmlichen Urnengrab für Kinder beigesetzt. Dem Gemeindeverband Kirchberg gehören die sieben Gemeinden Aefligen, Ersigen, Kernenried, Kirchberg, Lyssach, Rüdtligen-Alchenflüh und Rüti bei Lyssach an.

«Weil wir ab und zu Anfragen erhalten haben, machen wir nun etwas.»

Ines GermannGemeindeverband Kirchberg

Auch Langnau und Burgdorf

Auch Langnau und Burgdorf beschäftigen sich derzeit mit dem Thema Engelskinder. «Wir sind gerade in der Planung, um ein Konzept für eine solche Ruhestätte auf dem Friedhof auszuarbeiten», sagt Langnaus Gemeindeschreiber Samuel Buri. Das Konzept soll der Bevölkerung im Frühling 2018 vorgestellt und wenn möglich im Laufe des weiteren Jahres schrittweise umgesetzt werden. Entstehen dürfte ein neues Grabfeld an einem schönen Ort, ähnlich einem Gemeinschaftsgrab. «Wir spüren ein gewisses Bedürfnis nach einer solchen Ruhestätte», erläutert Samuel Buri. Zudem will Langnau künftig auch Bestattungsmöglichkeiten für muslimische Bürger schaffen.

Eine Grabstätte für Engels­kinder will mittelfristig auch die Stadt Burgdorf vorsehen. «Das Thema ist in Bearbeitung, erste Projektskizzen sind angedacht», erklärt Alain Spart, Leiter Stadtgrün in Burgdorf.

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