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Wie viel Land braucht das Bahndepot wirklich?

Grossrat Patrick Freudiger (SVP) bemängelt die Information zum geplanten RBS-Depot.

Die Variante Orange bildet die Grundlage für den Wettbewerb. Illustration: zvg
Die Variante Orange bildet die Grundlage für den Wettbewerb. Illustration: zvg

Ende August präsentierte der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) seine Vorstellungen, wo das geplante Bahndepot in Bätterkinden dereinst zu stehen kommen und wie es an die bestehende Gleisanlage angebunden werden soll. Nicht überraschend schlug dem RBS erneut viel Kritik von der Bevölkerung entgegen.

Und auch die Politik lässt nicht locker: In der Fragestunde der Novembersession des bernischen Grossen Rates wollte Patrick Freudiger (SVP, Langenthal) wissen, ob im Zusammenhang mit dem RBS-Depot korrekt informiert worden sei. In der öffentlichen Vernehmlassung zum Bahndepot habe der Regierungsrat noch von einem Landverbrauch von 3 Hektaren gesprochen.

Bei der Präsentation im August sei nun aber von 5 Hektaren Land für den Endausbau die Rede gewesen, schrieb Freudiger in seinem Vorstoss. «Dabei rechnet der RBS offenbar unter anderem das Land zwischen den Gleisen noch dem Kulturland zu und zieht es nicht als Teil des verbrauchten Gebiets ab, was aus naturschutz- und raumplanerischer Perspektive unverständlich erscheint», bemängelt der SVP-Grossrat. Werde solches nicht mehr nutzbares Kulturland zusätzlich als Verbrauch miteingerechnet, entstehe ein Landverschleiss von geschätzt circa 8 Hektaren.

Deshalb wollte er von der Berner Regierung wissen, weshalb der Landverbrauch für die Gleisanbindung im Rahmen der Mitwirkung und der grossrätlichen Debatte zu tief berechnet wurde? Und weiter: «Teilt der Regierungsrat die Ansicht, dass von einem Landverschleiss durch das RBS-Depot inklusive Gleisanbindung von nicht nur 5, sondern etwa 8 Hektaren auszugehen ist?» Schliesslich möchte er von der Regierung auch wissen, ob mögliche Alternativstandorte vorschnell verworfen worden seien?

In ihren Antworten bleibt die für die Bearbeitung des Vorstosses zuständige Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) des Kantons Bern eher vage: Der RBS habe in sechs Workshops mögliche Varianten mit der eingesetzten Projektbegleitgruppe entwickelt und diskutiert. «Aus diesem Prozess ging eine Bestvariante mit einem Flächenbedarf von etwa 5 Hektaren im Endausbau hervor», schreibt die BVE. Die flächenoptimierte Variante mit rund 4 Hektaren sei hingegen von der Projektbegleitgruppe verworfen worden.

Für das ganze Areal, das der RBS plane, brauche es 8 Hektaren. Davon werden aber gemäss BVE für das Depot nur etwa 5 Hektaren benötigt. Die restlichen Flächen sollen weiterhin als Kulturland genutzt werden, «was aus Sicht der Raumplanung und des Naturschutzes korrekt ist». Und zu Freudigers dritten Frage antwortet die kantonale Behörde: Der RBS habe insgesamt 24 mögliche Standorte evaluiert. Der Flächenbedarf von 5 Hektaren ändere an der Beurteilung des Standorts Leimgruppe in Bätterkinden nichts.

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