Zwei Plätze im Gemeinderat werden frei

Signau

Der Gemeinderat Signau braucht ab nächstem Jahr zwei neue Mitglieder. Zwei Bisherige treten bei den Wahlen im Oktober nicht mehr an. Einer ist Gemeindepräsident Martin Wyss.

Auf die neue Signauer Exekutive warten einige Aufgaben. Auch die Umsetzung der Schulorganisation.

Auf die neue Signauer Exekutive warten einige Aufgaben. Auch die Umsetzung der Schulorganisation.

(Bild: Thomas Peter)

Susanne Graf

Sieben Frauen und zehn Männer. So viele möchten am 28. Oktober in Signau in den siebenköpfigen Gemeinderat gewählt werden.

Darunter hat es fünf Bisherige: Christine Aeschlimann (BDP), Arno Jutzi (SP), Elisabeth Salzmann und Paul Keller von der SVP sowie Andreas Jutzi (EVP). Sie möchten die Projekte, die der Gemeinderat in den letzten vier Jahren aufgegriffen hat, weiterverfolgen.

«Wir möchten den vor vier Jahren verlorenen Sitz wieder zurückgewinnen.»Ulrich Hofstetter, Präsident der SVP Signau

Das bedeutendste ist die neue Schulorganisation: Künftig sollen sämtliche Schülerinnen und Schüler im Dorf Signau unterrichtet werden. Bei der Umsetzung dieses Volksbeschlusses werden Alfred Hofstetter (parteilos, FDP) und der ebenfalls parteilose Martin Wyss ab nächstem Jahr nicht mehr dabei sein.

Letzterer wurde vor acht Jahren für die SVP neu in den Rat gewählt, wo er gleich das Präsidium übernahm. Jetzt verlässt der Bauunternehmer, der im Frühling pensioniert wurde, zusammen mit Hofstetter die aktive Politik. Das Signauer Stimmvolk wird in einem zweiten Schritt also auch einen neuen Gemeindepräsidenten zu wählen haben. Dieser wird aber erst im Dezember an der Gemeindeversammlung bestimmt.

Vier Kleine gegen die SVP

Doch vorerst geht es an der Urne darum, den Gemeinderat zu wählen. In den letzten vier Jahren war die SVP mit drei Leuten im Rat vertreten, die übrigen vier Ortsparteien hatten je einen Sitz inne.

Eine Umfrage zeigt, dass die Kleinen ihr Mindestziel erreicht hätten, wenn es ihnen gelänge, diese Verteilung zu verteidigen. Doch die SVP will mehr: «Wir möchten den vor vier Jahren verlorenen Sitz wieder zurückgewinnen», sagt Parteipräsident Ulrich Hofstetter.

Die SVP tritt, wie übrigens auch die EVP, mit fünf Kandidierenden an, die BDP mit drei, SP und FDP mit je zwei. Wobei die FDP ihr Ziel als Einzi­ge ohne Bisherigen-Bonus erreichen muss. Zu einer Listenverbindung kommt es lediglich unter den beiden Mitteparteien EVP und BDP.

Die SVP ist übrigens die einzige Partei, die mit lauter eingeschriebenen Mitgliedern in die Wahlen steigt. Unter den neuen Kandidaten kann zudem noch die BDP auf ein Mitglied setzen. Alle übrigen Personen, die neu kandidieren, verfügen über kein Parteibuch.

Arno Jutzi will es wissen

Spannung dürfte ob der Frage entstehen, wer künftig in Signau das Gemeindepräsidium übernehmen wird. Der bisherige Vizepräsident Arno Jutzi (SP) macht kein Geheimnis daraus, dass er den Posten gerne übernehmen würde. «Falls ich wieder gewählt werden sollte, werde ich mich für das Amt zur Verfügung stellen», sagt er auf Anfrage.

Christine Aeschlimann (BDP) winkt ab. Die EVP hat laut ihrer Präsidentin Madeleine Althaus ebenfalls keine Ambitionen. SVP und FDP äussern sich zu dieser Frage noch nicht. Sie wollen erst den 28. Oktober abwarten.

Die Kandidierenden:BDP: Christine Aeschlimann (bisher), Regina Rüfenacht Stettler (parteilos), Jürg Schneider. FDP: Hedwig Tröhler und Daniela Schwarz (beide parteilos). SP: Arno Jutzi (bisher), Peter Stucki (parteilos). SVP: Elisabeth Salzmann, Paul Keller (beide bisher), Hans Neuenschwander, Christoph Hofer, Ulrich Hofstetter. EVP: Andreas Jutzi (bisher), David Haueter, Rebecca Baumann, Michèle Rindlisbacher, Beat Althaus (alle parteilos).

Berner Zeitung

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