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Empörung ist gefragt!

Ausgabe vom 28.Oktober «Provisorischer Parkplatz im Grünen?» Erst soll das Areal der alten Schadaugärtnerei, angrenzend an den bedeutenden Schadaupark, zerstört werden durch riesige Tiefgaragen unter überdimensionierte Wohnbauten. Und nun soll auch noch die nahe grüne Gymermatte als Parkplatz für Hunderte von Autos gebraucht werden. Solche Absurditäten sind kaum übertreffbar: Die letzten zentrumsnahen Grünflächen sollen dem Götzen Auto zum Frass vorgeworfen werden. Und das im überschwemmungsgefährdeten Seeufergürtel im sensiblen Naherholungsgebiet. Auch wenn der Parkplatz ein siebenjähriges Provisorium bleiben sollte, zeigt das doch, dass nach wie vor Ursachenproblematiken verdrängt werden. Denn kein einziger, sich längst aufdrängender städtebaulich zukunftsgerechter und ökologischer Gedanke ist hier auszumachen. Im Gegenteil wird Mehrverkehr provoziert und angezogen werden, obwohl diese Stadt bereits grosse unbewältigte Verkehrsprobleme aufweist. Der kulturelle Ballungsraum Thun-Süd, wo die erwähnten Projekte gebaut werden sollen, ist ausgezeichnet an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, warum wird dieses Angebot nicht genutzt und ausgebaut? Weitere Projekte wie das Hotel Lachen und die Erweiterung des Schadausaals werden zu-sätzlichen Mehrverkehr erzeugen und den Fluss des ÖV nicht mehr garantieren. Das wäre dann die Spitze der Dekadenz! Sind Ämter und Planer derart überfordert, dass aus ihren Projekten nicht endlich ersichtlich ist, dass ein Umdenken stattfindet? Minimalanforderungen an zukünftige Lösungen wären da nämlich: eine autofreie Wohnsiedlung auf dem Areal der alten Schadaugärtnerei, der Bau von Velowegen, die vom motorisierten Verkehr getrennt sind, generell Verkehrsberuhigung im Naherholungsraum und keine verdichtete Bauweise im überschwemmungsgefährdeten Gebiet. Empörung ist nun gefragt, bevor diese Stadt ihr Gesicht endgültig verliert. Peter KammermannThun>

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