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Er will die Verwaltung zertifizieren

FDP-Mann Eduard Knecht glaubt, dass Wohlens

Sollte es ganz schlimm kommen, müsste Eduard Knecht Wohlen retten. Der 55-Jährige ist Chef des Gemeindeführungsstabs, des Gremiums also, bei dem bei Krisen die Fäden zusammenlaufen. «Katastrophen-Edi» nennt man ihn denn auch in Wohlen. Wie die Wahlen Ende November auch ausfallen werden: Katastrophal wird Knecht ganz sicher nicht abschneiden. Wahrscheinlich werden sich die beiden Kandidierenden ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Personalfachmann Knecht ist Personalfachmann. Er leitete das Personalwesen beim Rüstungsbetrieb Ruag und hat seit dem letzten Jahr ein eigenes Beratungsunternehmen. «Wenn ich gewählt werde, gebe ich die aktive Leitung meiner eigenen Firma ab», erklärt er. Im Frühling hat Wohlen eine Umfrage gestartet, die Personal-Profi Knecht besonders interessiert hat: Die Gemeinde ermittelte, ob ihre Angestellten mit dem Job zufrieden sind. Die zusammengefassten Ergebnisse: Die Werte waren ausgezeichnet. Die schönen Resultate lassen sich auf zwei Arten interpretieren: Die Mitarbeiter waren glücklich, weil sie topmotiviert sind und sich freuen, viel leisten zu können. Oder sie waren happy, weil sie einen laschen Arbeitgeber haben, der sie auch für wenig Leistung gut bezahlt. Fachmann Knecht glaubt nicht, dass Wohlens Gemeindehaus eine Wellness-Oase ist. Doch: «Eine Zertifizierung der Verwaltung könnte die Effizienz noch steigern.» «Familienmensch» Cristina Camponovo hat erklärt, dass man die Stellenprozente des Gemeindepräsidiums diskutieren und allenfalls verringern könne. Eduard Knecht bleibt skeptisch. «Gemeindepräsidenten haben künftig noch mehr Arbeit als früher», sagt er und nennt als Beispiel die neue Regionalkonferenz der Berner Agglo-Gemeinden. Die bisherigen und die neuen Aufgaben, all das werde wohl nicht mit einem abgezirkelten 100-Prozent-Pensum zu schaffen sein, ahnt Knecht. Doch trotz vollem Einsatz sei für ihn auch die Freizeit wichtig. «Ich bin ein ausgesprochener Familienmensch», sagt der Hinterkappeler und denkt dabei an seine Frau Odette und an seine zwei erwachsenen Kinder. Peter Steiger >

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