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Ernüchterung in Kandersteg

WintersportDas Schanzenprojekt in Kandersteg droht

«Ernüchternd und enttäuscht» sei er, sagte Robert Rathmayr nach dem negativen Entscheid des Sportparlaments vom Freitagabend (wir berichteten in der Ausgabe vom Samstag). Der Präsident des Nationalen Nordischen Skizentrums Kandersteg (NNSK) meint damit vor allem die Enttäuschung über die Sommersportverbände, die gegen die Pläne im Berner Oberland votierten. «Es ist ein Tiefschlag auf dem Weg zum Ziel. Am Donnerstag werden wir den Entscheid analysieren. Wir müssen uns klar werden, wie viel Motivation fürs Weitermachen da ist.» An der Gemeindeversammlung Kandersteg von Freitag ist eine Information dazu angekündigt. Fakt sei, dass einer von mehreren Partnern ausgestiegen sei. Es fehle dadurch ein Drittel der Investitionssumme. «Neben Übungsabbruch steht natürlich die Variante im Mittelpunkt, die Finanzierung mit anderen Partnern sicherzustellen», erklärt Optimist Rathmayr. Die Suche wird aber nicht einfach. Ogi kämpfte ohne Erfolg Auch der Appell von Alt-Bundesrat Adolf Ogi nützte am Freitagabend nichts: Der Antrag des Skiverbands, 2 von benötigten 5,6 Million Franken zu decken, wurde von Swiss Olympic, der Dachorganisation des Schweizer Sports, bekanntlich mit 193 zu 172 Stimmen abgelehnt. Nach dem Rücktritt von Simon Ammann benötigten das Skispringen und die Nordische Kombination neue Impulse, und mit einem Nein des Sportparlaments würde der Tod dieser beiden wichtigen Wintersportarten eingeleitet, sagte Ogi. Zuvor hatten sich unter anderen Barbara Moosmann, Geschäftsführerin Swiss Swimming, und Dora Andres, Präsidentin des Schweizer Schiesssportverbandes, gegen den Antrag gewandt. Moosmann befürchtete ein Präjudiz für die Zukunft. Andres verlangte Nichteintreten und eine intensivere Studie des Projekts. Das Nichteintreten wurde mit 194 zu 169 Stimmen abgelehnt. Schlecht für Kandidatur Urs Lehmann, der Präsident von Swiss-Ski, erklärte nach der Abstimmung: «Wir werden alles Mögliche versuchen, um doch noch eine Lösung für die Kandersteger Schanzen zu finden.» Adolf Ogi betrachtete das Abstimmungsergebnis als «schlechtes Signal für eine kommende Winterolympia-Kandidatur». Er beklagte die mangelnde Solidarität unter den Sportverbänden. Und auch Robert Rathmayr fragt sich, wie man in der Schweiz im selben Gremium über Olympische Winterspiele diskutieren könne und die dazu nötige Infrastruktur abblocke. hsf/si>

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