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Erstes Krematorium eingeweiht

Seit drei Monaten ist das erste Krematorium im Kanton Freiburg in Betrieb. Gestern wurde es nun

Fast verschwindet es zwischen den Bäumen – das neue Krematorium auf dem Friedhof St.Leonard ist diskret in seine Umgebung eingepasst. Bis anhin fehlte ein Krematorium im Kanton Freiburg, obwohl heute 80 Prozent aller Verstorbenen kremiert werden. Jean-Pierre Rossier, Direktor des Bestattungsunternehmens Murith, erkannte das Bedürfnis und gab 2006 den Anstoss, die Machbarkeit eines Verbrennungsofens zu untersuchen. Finanziert wurde der Bau von privater Hand. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Franken. Eine Kremation wird für 540 Franken angeboten. Neuste Technik Das Krematorium ist mit der neusten Technik ausgestattet. Der Ofen ist computergesteuert und ständig verbunden mit der Zentrale des Herstellers in England. Diese Vernetzung ist in der Schweiz neu und erlaubt es den Betreibern Jean-Robert Krebs und Jacques Muller, bei Schwierigkeiten sofort mit Fachleuten in Kontakt zu treten. «Die Überwachung verursacht am meisten Arbeit», sagt Jean-Robert Krebs. Zwar habe der Ofen ein System, welches die Kremation überwache, aber dieses sei auf eine durchschnittliche Person von 70 Kilo Körpergewicht eingestellt. Der Ofen selbst wird mit Gas betrieben. Er erreicht eine Temperatur von 800 bis 1000 Grad. Der Sarg wird automatisch eingeschoben. Einzig ein golfballgrosses Guckloch erlaubt einen Kontrollblick ins Innere. Die Asche und nicht verbrannte Implantate werden in eine Schublade abgesondert. Danach ermittelt ein Metalldetektor alle körperfremden Teile und sortiert diese aus. Schliesslich wird die Asche in eine Urne abgefüllt. Raum für Angehörige Das Gebäude verfügt über einen Empfangsraum. Angehörige können hier sehen, wie der Sarg in den Ofen geschoben wird. Jean-Robert Krebs rät aber ab: «Sie sehen nicht viel, aber meiner Ansicht nach zu viel.» Das Krematorium arbeitet eng mit den ansässigen Bestattungsunternehmen zusammen. Jedes Unternehmen verfügt über einen Schlüssel und kann die Verstorbenen selbstständig vorbeibringen und in die Kühlvorrichtung legen. Das Krematorium hat Kapazität für bis zu sieben Kremationen pro Tag. Seit über drei Monaten ist es nun in Betrieb. Bereits rund 300 Kremationen wurden vorgenommen. Anfangs waren etwa 800 pro Jahr geplant. Mit den nun gesammelten Erfahrungswerten schätzen die Betreiber aber, dass es mehr werden könnten.njb/rgw >

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