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Erziehen, nicht ab- zocken!

Marc Imboden

Man wirft einen Stein ins Wasser – und wundert sich, wie grosse Kreise er zieht. Etwa so ging es der Redaktion dieser Zeitung nach der Publikation des Artikels über die Bussenfalle Gafnerkreuzung in Thun. Das Echo auf die Aufforderung «Was meinen Sie?» war riesig. Wir erhielten rund 30 Briefe sowie mehrere Telefonanrufe von Leserinnen und Lesern. Der Tenor war immer derselbe: viel zu kurze Gelbphase, erste Busse seit 60 Jahren, Abzocke im grossen Stil. Ampeln sind dazu da, die Sicherheit auf unseren Strassen zu erhöhen. Und Ampel-Kameras sind ein richtiges und gutes Mittel, um jene zu bestrafen, die Rotlichter missachten und damit andere gefährden. Diese Kameras sind aber definitiv kein Instrument, um die Bürger abzuzocken, die Staatskasse zu füllen. Aber genau das wird an der Gafnerkreuzung praktiziert – da kann das verantwortliche kantonale Tiefbauamt noch lange beteuern, alles habe seine Ordnung. Der Kanton hat nun einen ersten Schritt gemacht und ersetzt die Glühbirnen in den Ampeln durch LED-Leuchten. Das menschliche Auge soll den Wechsel von grün auf gelb so besser wahrnehmen, womit es weniger Bussen geben sollte. Ob dieser Schritt genügt, wird sich zeigen. Wir bleiben jedenfalls am Ball. m.imboden@bom.ch>

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