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«Es gab einen gewaltigen Knall»

Grosser Sachschaden und aufgeschreckte Nachbarn: Bei einer Gasexplosion am frühen Sonntagmorgen

Wenig wies gestern Vormittag an der Schwäbisstrasse 35 darauf hin, was sich dort nur wenige Stunden zuvor ereignet hatte. In den zwei strassenseitigen Fenstern des älteren Zweifamilienhauses fehlen die Scheiben, in einem Vorhang klafft ein Loch. Das Glas ist durch die Wucht der Gasexplosion geborsten. Splitter liegen auf Vorplatz und Trottoir weit verstreut. Der Zugang zum zweigeschossigen Haus wurde mit einem rot-weissen Plastikband abgesperrt. Spezialisten des Dezernates Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern sind bei der Arbeit. «Die Scheiben zitterten» Es war am frühen Sonntagmorgen kurz vor 1.30 Uhr, als es «einen gewaltigen Knall gab, der die Scheiben unseres Hauses erzittern liess», erzählt Sandra Baumann. Sie lebt in der benachbarten Liegenschaft, nur wenige Meter vom kleinen Zweifamilienhaus entfernt. «Sie sei aus dem Schlaf hochgeschreckt und mit ihrem Mann hinausgegangen. Sie sahen, dass die Scheiben im Obergeschoss des Nachbarhauses geborsten waren. Die Hausbesitzerin, eine ältere Frau, soll laut Sandra Baumann später gesagt haben, sie hätte an ein Gewitter geglaubt. Die Frau blieb unverletzt. Sie wurde später von ihrer Tochter abgeholt. In der oberen Wohnung gab es grossen Sachschaden und in der Parterrewohnung Wasserschäden. Die Einsatzkräfte hatten den Explosionsherd nach kurzer Zeit unter Kontrolle. «Gasflasche auf Herd» Die Ursache der Gasexplosion ist laut Polizei Gegenstand der Ermittlungen. Sandra Baumann schildert, was sie und ihr Mann erlebt haben: «Etwa fünf Minuten nach dem Knall hat es in der oberen Wohnung ‹gchräschlet›. Der Mieter rief uns zu, wir sollten die Ambulanz rufen, da er nichts mehr höre. Er habe eine Gasflasche auf den Herd gestellt, er habe sich das Leben nehmen wollen. Polizei gibt sich bedeckt Das könne er nicht bestätigen, sagte Polizeisprecher Heinz Pfeuti. Nachbarin Sandra Baumann sagt: «Er ist schon öfter abgeholt worden, nachdem er sich selber gemeldet hatte. Er tat das, um sich zu schützen.» Der Mieter, laut den Nachbarn ist er 53-jährig, wurde mit einer Ambulanz ins Spital gefahren. Über die Schwere seiner Verletzungen war gestern nichts bekannt. Die Bewohner der Nachbarliegenschaften wurden wegen Gasgeruchs kurzzeitig evakuiert. «Eine gute Stunde später konnten wir wieder in unsere Wohnungen», sagt Baumann. Jürg Spielmann>

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