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«Es ist Stau da vorne»

Die Mongolei führt die Diplomatenkarawane vor dem Bundeshaus an, und der Stadtpräsident hebt in der Kutsche den Hut.

Grüessech miteinander, hallo», ruft Stadtpräsident Alexander Tschäppät fröhlich aus der Kutsche der versprengten Schar Zaungäste zu, die sich auf dem Bundesplatz und auch auf dem Eisfeld zum Neujahrsempfang der Diplomaten eingefunden haben. Er winkt und hebt kurz den Hut, als er hinter der Abschrankung den früheren Burgergemeindepräsidenten Franz von Graffenried entdeckt. «Es ist Stau da vorne», witzelt Tschäppät, da sein Gefährt für einen Moment anhalten muss. In einer anderen Kutsche sitzen der abtretende Stadtratspräsident Urs Frieden und Vania Kohli, die heute zu seiner Nachfolgerin gewählt wird. Vor dem traditionellen Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps begrüsst Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey die Spitzen der Berner Behörden von Kanton, Stadt und Burgergemeinde. Es nieselt. Als sich kurz vor 15 Uhr die lange Schlange der Diplomatenwagen in Bewegung setzt, öffnen sich immer mehr Schirme. Als erstes hält das Fahrzeug des in Genf akkreditierten Botschafters der Mongolei vor dem Haupteingang des Bundeshauses. Das heisst, einer war noch etwas schneller. EU-Botschafter Michael Reiterer kommt nämlich zu Fuss aus seinen Büroräumen an der Bundesgasse. Dort wirft vor dem Medienzentrum auch Bundesrat Didier Burkhalter einen Blick auf die im Schritttempo vorrückenden Diplomatenwagen. Dann schaut er auf die Uhr, und punkt 15 Uhr verschwindet er zielstrebig zur Medienkonferenz zur Komplementärmedizin, die zeitgleich mit dem Neujahrsempfang angesetzt ist. Hinter dem Wagen der Mongolei folgt jener von Indien, dann ist die Reihe an Ruanda und Burkina Faso. Der Stau der meist dunklen Diplomatenlimousinen reicht bis weit in die Sulgeneckstrasse hinunter. Am Empfang nehmen Diplomaten aus 120 Staaten teil. Einzelne von ihnen tragen traditionelle landestypische Kleidung. Irgendwo mittendrin ist ein Wagen ohne Fahne: jener des päpstlichen Nuntius’. Wenig später wird Monsignore Francesco Canalini beim Empfang durch Bundespräsidentin Calmy-Rey als Doyen des Diplomatischen Corps in Bern die Glückwünsche der ausländischen Missionschefs überbringen. Andreas Saurer>

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