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Es lockt der 50. Weltcupsieg

Simone Niggli-Luder ist zuletzt einmal Erste und einmal Letzte geworden. Am Wochenende könnte es zum Jubiläum kommen.

Gelangt am Wochenende in St-Cergue und Genf der Weltcupfinal der Orientierungsläufer zur Austragung, tritt Simone Niggli-Luder zur Kür an. Die Gesamtwertung hat die 32-Jährige am letzten Sonntag in Annecy (Fr) mit einem Sieg über die Langdistanz vorzeitig für sich entschieden – zum siebten Mal. 780 Zähler zieren das Konto der 17-fachen Weltmeisterin, deren 310 beträgt die Differenz zur zweitklassierten Helena Jansson (Sd). Es sei immer schön, diesen Titel zu gewinnen; «er kommt gleich nach den WM-Goldmedaillen, weil er für Konstanz steht», sagt die Münsingerin. Lausanne im Blickfeld Es irrt, wer glaubt, die dreimalige Schweizer Sportlerin des Jahres nähme sich in Anbetracht der Ausgangslage für die Postensuche ein bisschen mehr Zeit als üblich. Es lockt der 50.Weltcupsieg, ein weiterer Meilenstein in einer unvergleichlichen OL-Karriere. Womöglich wäre das sich abzeichnende Jubiläum untergegangen, hätte Ehemann Matthias Niggli nicht fleissig Buch geführt. Sie habe jedenfalls nicht gewusst, wie viele Male sie siegreich geblieben sei, gesteht die Biologin. «Die runde Zahl ist ein zusätzlicher Ansporn. Ich wäre aber auch sonst sehr motiviert gewesen, weil die Schweizer Weltcupevents immer mit hervorragender Stimmung verbunden sind.» Ungewohnt war jene Erfahrung, welche Niggli-Luder vor zwei Wochen machte. Die Branchenleaderin bestritt zu Trainingszwecken die nationale Bike-OL-Meisterschaft – und belegte den letzten Platz. Festgehalten werden sollte, dass es sich um ihren ersten rennmässigen Auftritt mit dem Mountainbike handelte, sie sich in der Elitekategorie angemeldet hatte und sich nur von vier Nationalkaderathletinnen bezwingen lassen musste. «Es war komisch, meinen Namen am Schluss der Rangliste zu lesen, aber als Verliererin fühlte ich mich deswegen nicht», sagt die siebenfache Europameisterin schmunzelnd. In welche Richtung ihr Weg nach dem Weltcupfinal führen wird, lässt die Bernerin offen. Sie sagt, sie wolle die Saison mit kleineren Läufen ausklingen lassen, noch ein wenig die Atmosphäre geniessen und sich danach mit ihren Vertrauten zusammensetzen. Sie sagt jedoch auch, die WM 2012 in Lausanne sei «schon im Programm». In andern Worten liesse sich zusammenfassen: Sofern der Körper noch mitmacht, wird sich die OL-Königin zu Hause verabschieden – vielleicht in Form eines Comebacks nach einer allfälligen zweiten Babypause, höchstwahrscheinlich nicht mehr als «Überläuferin», die alle vier WM-Rennen bestreitet. Sicher ist einzig, dass ihr Erbe für jegliche Schultern zu schwer sein wird – egal, wann sie letztmals auf höchster Ebene zum Kompass greifen wird.Micha Jegge>

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