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ETA verspricht Waffenruhe

Die terroristische Vereinigung ETA hat angekündigt, die Waffen ruhen zu lassen. Unklar ist, was sie damit bewirken will.

Die baskische Untergrundorganisation ETA will bis auf weiteres keine Terroranschläge mehr verüben. In einer Erklärung, welche die ETA auf einem Video verlesen liess, bot die Organisation der spanischen Regierung die Aufnahme von Verhandlungen an. Die Separatisten liessen aber unklar, ob die von ihnen erklärte «Waffenruhe» zeitlich begrenzt sei oder ob sie definitiv die Waffen ruhen lassen wollen. Offen blieb auch, was die Organisation genau mit «offensiven bewaffneten Aktionen» meint. Madrid nahm die «Waffenruhe» der ETA eher skeptisch auf. «Demokratischer Prozess»Das Video zeigt drei Vermummte vor den ETA-Symbolen. Eine in der Mitte sitzende Frau verliest die Erklärung. Darin heisst es, die ETA trete dafür ein, dass nun ein «demokratischer Prozess» zur Schaffung eines unabhängigen Staates im Baskenland eingeleitet werde. In Spanien war schon seit Wochen über eine solche Ankündigung der ETA spekuliert worden. Am Freitag hatte die verbotene Separatistenpartei Batasuna (Einheit), die als der politische Arm der Organisation gilt, die ETA zu einer Waffenruhe aufgefordert. Sie sprach sich für die Einleitung eines Friedensprozesses nach dem Vorbild von Nordirland aus. Dort war 2005 die Entwaffnung der IRA erreicht worden. Geschwächte Organisation Zuletzt hatte die ETA im März 2006 eine Waffenruhe erklärt. Diese endete aber nur neun Monate später mit einem Anschlag auf den Madrider Flughafen, bei dem zwei Menschen starben. Die ETA war in den vergangenen Monaten durch eine Serie von Festnahmen beträchtlich geschwächt worden. Seit Jahresbeginn wurden mehr als dreissig mutmassliche ETA-Mitglieder gefasst. Gegründet wurde die ETA im Jahr 1959 während der Franco-Diktatur. Die Organisation kämpft seit 1968 mit Mitteln des Terrors für einen unabhängigen Baskenstaat und hat seither rund 850 Menschen getötet. sda >

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