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Ewap, Kindergartentransport und Gefahrenkarte

GrindelwaldIm Advent hat der Gemeinderat ein grosses Paket an Geschäften geschnürt. Darin enthalten sind Altlasten, aber auch Investitionen in die Zukunft.

Wieder etwas erledigt: Bei der Aufarbeitung fehlerhafter Einträge beim Erstwohnungsanteilplan (Ewap) hat der Gemeinderat Grindelwald zwei Fälle beurteilt und Entscheide gefällt. Einerseits wurde eine Wohnung aufgrund gutgläubigen Erwerbs aus der Ewap-Pflicht entlassen, andererseits wurde ein Auskauf bewilligt. Die zur Diskussion stehende Wohnung wurde seinerzeit, gestützt auf das bestehende Zweckentfremdungsverbot des Ewap, demnach zu teuer erworben. Ein Verkauf an eine einheimische Familie sei, gestützt auf den Ausbau und den bestehenden Eigenmietwert, nicht machbar und auch nicht realistisch, erwog der Gemeinderat. Dem Auskauf mit Ersatzabgabe an die Gemeinde wurde deshalb zugestimmt. Allerdings unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die am 2.November vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) genehmigten Baureglementsartikel tatsächlich rechtskräftig werden. Das Löschungsgesuch der betreffenden Wohnung ist auf dem Grundbuchamt ebenfalls an die Rechtskraft der Artikel gebunden. Einsprachen abwarten Die Revision des Grindelwalder Baugesetzes mit der darin enthaltenen Ewap-Verordnung wurde bereits vor einem Jahr vom Stimmvolk gutgeheissen. Nun hat wie erwähnt das AGR die Revision genehmigt, derzeit läuft noch die Beschwerdefrist. Der Gemeinderat hiess die neue Verordnung über die Ewap-Ersatzabgabe gut und will diese nach Inkrafttreten der Baureglementsartikel publizieren. Mit dem Bus ins WärgistalNeu werden Schulkinder aus dem Dorf, die den Kindergarten Wärgistal besuchen, mit einem Bus nach Hause gefahren. Denn mit dem regulären Bus treffen die Kindergartenschüler am Morgen zu sehr unterschiedlichen Zeiten im Kindergarten ein, was einen gemeinsamen Beginn verunmöglicht. Gemäss Offerte belaufen sich die Kosten für ein Schuljahr (38 Wochen) auf 14820 Franken. Der Kindergartenschülertransport soll auf Januar 2012 eingeführt werden. Der Kredit soll für die Folgejahre im Voranschlag aufgenommen werden. Die übrigen Geschäfte: Der Gemeinderat hat einer Wegsanierung der Bergschaft Wärgistal vom Schattwaldweg Mettla–Obere Brandegg zugestimmt. Der neue Wanderwegmeister Andreas Kaufmann nimmt im Fachausschuss für Alpine Gefahren Einsitz. Zusammen mit dem Ausschuss soll er in Zukunft verantwortlich sein für die Öffnung der Wanderwege im Frühjahr und deren Schliessung im Winter. Die beiden Druckluftkompressoren in der Kläranlage werden von der Firma Kaeser Kompressoren AG für 37550 Franken ersetzt. Die Überarbeitung der Gefahrenkarte im Bereich Toldislauenen ist so weit abgeschlossen. Die Resultate wurden im November der Abteilung für Naturgefahren erläutert. Das Resultat wird als «neueste Tatsache» betrachtet und kann in die Gefahrenkarte Grindelwald übernommen werden. Die Abteilung Naturgefahren würdigte die Arbeit. Es wurde minutiös abgeklärt und nach Grundlagen (Berichte, Fotos und Zeitzeugen) gesucht, heisst es weiter. Im April 2010 hat der Gemeinderat 20000 Franken für diese Abklärungen genehmigt. Grindelwald Tourismus ist im Rahmen der «Best of the Alpes» einen Zusammenarbeitsvertrag mit BMW eingegangen. Grindelwaldsports als Schweizer Skischule hat daneben einen eigenen, umfassenden Vertrag mit BMW (Logopräsenz auf Kleider, Bodmi etc.) erhalten. Teil der Vertragsbestimmungen ist ein Werbeauftritt von BMW mit zwei Fahrzeugen in je einer Glasbox. Standorte sind Sportzentrum und Bodmi. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich nächste Woche geliefert und sollen bis Mitte März 2012 präsent sein. Ueli Schlunegger scheidet zwar als Gemeinderat Ressort Bildung Ende Jahr aus. Die Gemeinde hat ihm jedoch die Bauverantwortung aufgrund des umfangreichen Projektes für das Schulhaus Graben bis zum Ende der Sanierungsarbeiten übertragen. Fritz Lehmann>

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