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Fokus auf die eigene Aufgabe

Der Showdown in der Challenge League verspricht heute Abend viel Spannung. Ein Sieg in Gossau und ein Patzer des Tabellenleaders Lugano trennt den FC Thun noch vom direkten Aufstieg in die Axpo Super League.

Thun ist für das vorderhand wichtigste Spiel der Saison bereit. «Wir haben uns seriös auf das Gastspiel in Gossau vorbereitet», verspricht Sascha Stulz. Obwohl der Gegner Tabellenletzter, und dessen Abstieg in die 1.Liga längst besiegelt ist, spricht der Thun-Torhüter nicht von einer einfachen Aufgabe. «Wir benötigen für den Sieg eine Topleistung.» Obwohl der FC Thun den Aufstieg in die Super League nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann, ist die Hoffnung auf einen Ausrutscher von Leader Lugano gegen Vaduz präsent. «Wir werden uns aber einzig und allein auf unsere Aufgabe konzentrieren», sagt Stulz. «Nur wenn wir unseren Job erfolgreich erledigen, lohnt sich der Blick nach Lugano.» Thun-Präsident Markus Stähli hat den Vaduzern gestern noch ein Motivationsschreiben versandt (siehe Kasten). Sollte in Lugano das Resultat zu Thuns Gunsten ausfallen, steht einer zünftigen Aufstiegsfeier nichts mehr im Wege. Eigentlich ist es bereits ein Erfolg, dass es beim FC Thun im allerletzten Spiel immer noch um etwas geht. «Das ist der Lohn für die Arbeit während der Saison», findet auch Stulz, der aber zugleich den Mahnfinger hebt. «Erreicht haben wir noch nichts. Wir wollen uns deshalb noch mehr belohnen.» Klappt es mit dem Aufstieg, wird die Mannschaft heute um 22.30 Uhr auf dem Thuner Rathausplatz von der Stadtregierung empfangen. Danach dürfte bis um 3.30 Uhr gefeiert werden. In Gossau selber werden mehr Thuner Fans als bei Auswärtsspielen üblich präsent sein. Mindestens zwei Cars werden einen Teil der Supporter in die Ostschweiz führen. Bleibt zu hoffen, dass diese Fans Sascha Stulz gut gesinnt sind. Der Torhüter ist beim eigenen Anhang umstritten. Praktisch bei jedem Gegentor wird unter den Zuschauern unnötigerweise diskutiert, ob der Ball nicht haltbar gewesen wäre. Während des Spiels bekommt Stulz davon nichts mit. Dass er aber nicht der grosse Publikumsliebling ist, weiss er. «Warum dem so ist, kann ich allerdings nicht erraten.» Stulz ist ein Kämpfertyp, nicht das ultimative Talent, aber ein solider Handwerker. Als Einheimischer passt er eigentlich gut ins Team. Einer der Jüngsten Was oftmals vergessen geht: Stulz ist erst 21-jährig, einer der jüngsten Stammkeeper in der Challenge League also. Und Thun hat in dieser Saison am zweitwenigsten Gegentore kassiert. «Das zeigt doch, dass wir als Mannschaft defensiv solid spielen.» So schlecht kann der Torhüter somit gar nicht sein. Zumal er bei Trainer Murat Yakin das volle Vertrauen geniesst und sich in dieser Saison teamintern gegen den hochgelobten Nachwuchsgoalie Roman Bürki (jetzt bei Schaffhausen) und den Bulgaren Mario Kirev durchgesetzt hat. Was es braucht, um in der Gunst der Zuschauer aufzusteigen, weiss Sascha Stulz genau: «Ich muss gute Spiele abliefern.» So wie im letzten Spiel gegen Lugano, als er die Thuner mit einigen Paraden im Spiel hielt. Schliesslich konnten sich die Thuner mit dem 1:0-Sieg vom Montag schon einmal den Platz in der Barrage sichern. Aufstieg, Bellinzona oder... Sollte es heute mit dem Aufstieg nicht klappen, kommt für den FC Thun bekanntlich der Plan B zur Anwendung. In der Barrage wird der letzte Platz für die Super League ausgespielt. Ob der Gegner dort Bellinzona heisst, ist allerdings noch nicht sicher. Die Tessiner haben die Lizenz für die nächste Saison in erster Instanz nicht erhalten. Der Rekurs Bellinzonas wird wahrscheinlich am Montag behandelt. Stephan Dietrich >

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