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Fotografischer Blick auf Freund Baum

BolligenDas neue Buch von Fernand Rausser «Bäume, Träume, Lebensräume» ist eine Hommage an den Baum. Zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 zeigt der Fotograf aus Bolligen den Baum in seiner Rolle als wichtigen Partner des Menschen.

«Ich wollte den Baum in seiner vielfältigen Bedeutung für den Menschen darstellen», sagt Fernand Sepp Rausser über den Bild- und Textband, den er gemeinsam mit dem Journalisten und Publizisten Walter Hess herausgegeben hat. Der heute 84-Jährige aus Bolligen beschäftigt sich schon sein ganzes, langes Fotografenleben mit dem Menschen, seiner Umwelt und der Natur. «Dabei war es mir immer wichtig, einen Sachverhalt so gut und verständlich wiederzugeben, wie das mit fotografischen Mitteln geht», sagt Rausser. Effekthascherei, Verfremdung oder gar die fotografische «Lüge», wie Rausser das absichtliche Manipulieren der Bildaussage durch den Fotografen nennt, waren ihm deshalb stets fremd. So ist auch sein neuestes Werk «Bäume, Träume, Lebensräume» eine unaufgeregte Hommage an den Baum, und dabei ein unmissverständlicher Aufruf zum Schutz unserer Wälder. «Wir sollten Sorge tragen» «Die Idee zu dem Buch hatte ich vor zwei Jahren», sagt Rausser. Das war noch bevor er wusste, dass 2011 das Internationale Jahr der Wälder sein würde. «Ich spürte immer mehr, wie wichtig Bäume und Wälder für uns Menschen sind.» Die Wälder seien für viele wichtige Erholungsräume, lieferten Baumaterialien, Nahrung, schafften Arbeitsplätze und nicht zuletzt auch den lebensnotwendigen Sauerstoff für uns alle. «Darüber hinaus haben Menschen oft auch einen sehr persönlichen Bezug zu Bäumen.» Der erbitterte Widerstand gegen die Abholzungen im Rahmen des Bahnhofsprojektes «Stuttgart 21» sei ein beeindruckendes Beispiel dafür. Diese vielfältige Rolle des Waldes möchte Rausser mit seinen Fotografien einfangen und in seinem neuen Buch den Menschen näherbringen. «Es geht darum, dass wir den Wald als wichtigen Partner erkennen und lernen, ihm entsprechend Sorge zu tragen.» Besonnen und liebevoll In «Bäume, Träume, Lebensräume» zeigt Fernand Rausser Baum- und Waldbilder aus seinem umfangreichen Archiv und solche, die er extra für den Band gemacht hat. Den Aufnahmen, die rund um den Globus entstanden, sind zwei Dinge gemeinsam. Zum einen natürlich das Thema: der Baum, der Wald. Und zum anderen der besonnene, liebevolle Blick, mit dem sie Fernand Rausser eingefangen hat. Nie hascht er nach schnellen Effekten, selten zeigt er das Aussergewöhnliche. Rausser findet das Bemerkenswerte im Einfachen, im Gewöhnlichen, im Unauffälligen. Er lenkt unsern Blick aufs Detail. Manchmal spielt Rausser in Gegenüberstellungen ganz fein mit Analogien. Mit solchen des Bildaufbaus oder der Bildaussage. Etwa, wenn er neben die Luftaufnahme eines Feldwegs im Luzernischen einen Dschungelpfad an der Elfenbeinküste setzt. Dabei steht der Baum zwar stets im Zentrum, doch selten allein. Rausser zeigt ihn in seiner Verschränkung mit Umwelt und Mensch, in seiner Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit. Ganz nach seinem künstlerischen Motto «Schön ist etwas, wenn es gut funktioniert» zeigt er den Baum in seiner natürlichen Pracht.Tobias Veitinger ;Bildband Bilder von Fernand Rausser finden Sie unter www.rausser.bernerzeitung.ch>

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