Coaching mit Hilfe von Pferden

Gempenach

Christine Barbara Glasow hat einen interessanten beruflichen Werdegang, der ihr bei ihrer Coachingtätigkeit hilft.

Christine Barbara Glasow aus Gempenach ist selbstständig und bietet Beratungen und Coachings an. Meist unter Zuhilfenahme ihrer Pferde als Hauptinstrumente. «Weil Pferde nie lügen, und mit ihrem Verhalten exakt das der Menschen spiegeln, die mit ihnen Umgang haben», begründet Glasow. Die 39-Jährige ist ein Chamäleon – wenigstens wenn man ihren beruflichen Werdegang von der Lehrerin zur Polizistin, Amtsschreiberin bis in die Selbstständigkeit betrachtet. Obwohl der Wandel die Konstante ihres Lebens ist, glaubt sie heute, angekommen zu sein. Vorerst jedenfalls.Keiner Fliege schadenSie sieht aus, als könnte sie keiner Fliege etwas zu Leide tun. Aber richtig ist, dass sie keiner Fliege etwas zu Leide tun will. Denn als Mitglied der Einheit Sexualdelikte bei der Kripo Luzern kam es durchaus vor, dass sie mit «renitenten Personen zu Boden gehen» musste, oder auch mal gezwungen war, die Dienstwaffe in Anschlag zu bringen.Die Tätigkeit bei der Kripo öffnete ihr auch die Augen für eigene Fehleinschätzungen. «Früher glaubte ich, Frauen würden nur vergewaltigt, wenn sie sich in Risikosituationen begeben», erzählt sie. Aber nach den Erfahrungen bei der Kripo weiss sie: «Es kann jede treffen, wahllos, ohne Grund.»Auf der schiefen Bahn«Es gibt Personen, die finden sich in der Welt einfach nicht zurecht», meint Glasow. Und Schuldige sind nicht immer auszumachen. «Oft haben Lehrer, Eltern und Sozialarbeiter alles Mögliche getan, und dennoch geraten Jugendliche auf die schiefe Bahn», so ihre Erfahrung.Nach der Tätigkeit bei der Polizei machte Glasow eine juristische Ausbildung und wechselte als Amtsschreiberin zur Strafverfolgungsbehörde. Aber auch hier dominierte die Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der Gesellschaft. Gab sie ihren ersten Beruf auf, weil sie sich nicht vorstellen konnte, 20 Jahre in einer Schule zu verbringen, brach sie die Karriere bei Polizei und Strafverfolgungsbehörde ab, weil sie genug hatte vom negativen Fokus auf das Leben. Dann schlug die Liebe zur Natur durch. Glasow verbrachte vier Monate im spanischen Tarifa bei der Stiftung Firmm, die sich die Erforschung und den Schutz von Delfinen und Walen zur Aufgabe gemacht hat. Erst danach kam sie auf die Spur ihrer nächsten Tätigkeit und begann mehrere Ausbildungen im Bereich Coaching und Organisationsberatung.

hw/hus/BZ

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