Zum Hauptinhalt springen

Feuerwehr soll durch Fusionen effizienter werden

Die Feuerwehrkorps müssen bis 2015 so organisiert und ausgerüstet sein, dass ihre Ersteinsatzgruppe innert fünfzehn Minuten nach dem Alarm am Schadenplatz ist. Die Vorschläge gehen nun in die Vernehmlassung.

Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehrleute werden immer anspruchsvoller, sodass sie für jeden Ernstfall bereit sind.
Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehrleute werden immer anspruchsvoller, sodass sie für jeden Ernstfall bereit sind.
Corinne Aeberhard/FN

«Jede Person muss die gleiche Chance haben, im Brandfall oder bei anderen Schadenereignissen rasch und effizient gerettet zu werden.» Dies betont der Lenkungsausschuss in seinem Bericht «Feuerwehr 2010–2015 – FriFire», den der Staatsrat bis zum 10.Juli in die Vernehmlassung geschickt hat. Erste Adressaten sind die Gemeinden, denn sie sind und bleiben für den Feuerwehrdienst zuständig.

Standards notwendig

Wegen fehlender Vorgaben hätten sich die Feuerwehrkorps unterschiedlich entwickelt, heisst es im Bericht. 2009 war fast die Hälfte der 118 Feuerwehren für den Einsatz mit Atemschutzgeräten nicht ausgebildet. So könne die «Gleichheit vor dem Feuer» nicht gewährleistet werden, stellt der Ausschuss fest.

Für die Gewährleistung einer gleichwertigen Sicherheit brauche es verbindliche Standards. «Es gibt Handlungsbedarf bei der Ausbildung, der Ausrüstung und der Organisation,» sagte Beat Renz, Präsident des Lenkungsausschusses. «In Deutschfreiburg sind wir diesbezüglich schon gut dran», ergänzte Staatsrat Erwin Jutzet.

Die Feuerwehrkoordination Schweiz, welche die für die Brandbekämpfung zuständigen kantonalen Organe vereinigt, hat vor zehn Jahren Grundsätze für Interventionen aufgestellt und diese kürzlich ergänzt.

Ins Gesetz aufnehmen

Eine Norm dabei lautet: «Die Feuerwehren müssen innert fünfzehn Minuten nach Alarm auf dem Schadenplatz einen ersten Einsatz leisten können, mit mindestens acht Feuerwehrangehörigen, von denen einer Offizier ist und vier Atemschutzgeräteträger sind.» Gemäss Unterlagen will Freiburg diese Norm ins Gesetz aufnehmen.

Der Lenkungsausschuss macht konkrete Vorschläge. In den Empfehlungen heisst es, dass die Gemeindebehörden die nötigen Vorkehrungen treffen, «damit ihr Feuerwehrkorps bis Ende 2015 imstande ist, dem Standard für den Einsatz im Schadenfall zu entsprechen.»

Um die Anforderungen punkto Verfügbarkeit am Tag, Löschfahrzeuge und Atemschutz rechtzeitig zu erfüllen, sollen sich Feuerwehren bis Ende 2013 wenn nötig zusammenschliessen, wie dies im See- und Sensebezirk geschehen ist.

Um die Ziele zu erreichen, müsse auch die Ausbildung an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Die Vorarbeiten für den Bau eines Ausbildungszentrums für Feuerwehrangehörige bei Châtillon sind schon weit fortgeschritten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch