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Fischereiverbot nur wenig gelockert

Der Staatsrat lockert das Fischereiverbot für die nächsten Jahre auf der Saane in der Region der ehemaligen Abfalldeponie La Pila nur leicht. Es wird lediglich ein kurzer Flussabschnitt oberhalb der Deponie wieder freigegeben.

Der Flussabschnitt unmittelbar unterhalb der Deponie bleibt nach wie vor für die Fischerei gesperrt.
Der Flussabschnitt unmittelbar unterhalb der Deponie bleibt nach wie vor für die Fischerei gesperrt.
Hans Ulrich Schaad

Die Sanierung der ehemaligen Abfalldeponie La Pila am Ufer der Saane bei Posieux kommt zwar voran. In diesem Sommer wurden zwei Stützwände errichtet, die verhindern sollen, dass weiterhin Schadstoffe in den Fluss gelangen. Doch noch kann die Fischerei in der Saane nicht ganz freigegeben werden. Im August 2007 hatten die Freiburger Behörden ein teilweises Fischereiverbot erlassen, nachdem in Fischen Rückstände von PCB aus der ehemaligen Deponie gefunden wurden. Diese Werte lagen über dem Grenzwert (wir berichteten).

Dieses Verbot kann nun weiter gelockert werden, wie der Staatsrat gestern mitgeteilt hat. Im neuen Reglement über die Patentfischerei, das für die kommenden drei Jahre gilt, hat er beschlossen, den 1,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Brücken bei La Souche und Pont de l’Hôtel in Altenryf wieder freizugeben.

Fischer wollten mehr

Nach umfangreichen Abklärungen bei der ehemaligen Deponie La Pila und in den betroffenen Flüssläufen wurden bereits für das laufenden Jahr gewisse Teilstücke wieder freigegeben. Jetzt kommt ein neuer Abschnitt auf der Höhe des Klosters hinzu. Der Freiburgische Verband der Fischereivereine hätte gewünscht, dass noch mehr Wasserläufe für die Fischerei wieder freigegeben würden, schreibt die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) in ihrer Mitteilung. Abgelehnt wurde auch der Antrag der Fischer, Forellen mit einer Länge von über 45 Zentimetern wieder fangen zu dürfen. Denn grosse Forellen hätten wegen ihres Alters und des hohen Fettgehalts einen höheren PCB-Wert, begründet der Staatsrat die Ablehnung.

Jean-Daniel Wicki, Leiter des Sektors Fischerei des Amts für Wald, Wild und Fischerei, weist darauf hin, dass die Richtlinien und Empfehlungen betreffend die Abgabe von gefangenen Fischen an Dritte und den Konsum dieser Fische in Kraft bleiben. Diese gelten für den freigegeben Anschnitt der Saane zwischen den Staumauern von Rossens und Schiffenen, aber auch in der Saane unterhalb des Schiffenensees.

Abschnitte geschlossen

Die ILFD erinnert daran, dass mehrere Abschnitte für die Fischerei geschlossen bleiben: Es sind dies die Saane von der Brücke Pont de l’Hôtel in Altenryf bis zur Einmündung in den Pérolles-See und der Pérolles-See, die Glane von der Einmündung in die Saane bis zum Stauwehr von Matelec und die Ärgera von ihrer Einmündung in die Saane bis zum ersten Stauwehr in Marly.

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