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Gericht verurteilt betrügerischen Psychiater

Das Wirtschaftstrafgericht hat einen Psychiater zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er habe jahrelang betrogen.

«Die entscheidende Frage, die wir uns stellen mussten, war: Wird Ihre Methode von der Grundversicherung der Krankenkassen abgedeckt? Das Gericht sagt klar Nein», eröffnete Gerichtspräsident André Waeber dem Psychiater und seiner Ehefrau. Die beiden seien sich dessen bewusst gewesen und hätten dennoch versucht, die Behandlung als psychiatrische Methode darzustellen, so Waeber. «Dies taten sie während zweier Jahre mit den Rechnungen von 49 Patienten. Deshalb liegt gewerbsmässiger und nicht nur einfacher Betrug vor», hielt Waeber fest. Neben dem Betrug wurde der Psychiater auch wegen Urkundenfälschung belangt. Zusammengefasst ergab dies ein Urteil von 18 Monaten Haft, während dreier Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Noch nicht abgeschlossen wurde ein Grossteil der zivilen Forderungen der Krankenkassen (knapp 130'000 Franken).

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