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Im Konzert der Grossen bestehen

Das Kino Murten spürt die Konkurrenz durch das Multiplex-Kino im Berner Westside. Trotzdem sind die Verantwortlichen optimistisch für die Zukunft. In ein bis drei Jahren soll die digitale Filmtechnik Einzug halten.

Seit einem Jahr steht im Berner Westside – nur 15 Autofahrminuten von Murten entfernt – ein Multiplex-Kino mit elf Sälen. Diese Konkurrenz bekommt das Kino Murten, das Feuerwehrmagazin N? 1, zu spüren. «Wir haben etwa 10 Prozent weniger Besucher», erklärt Geschäftsführer Eric Deloséa. Wobei er etwas relativiert. Denn die Zahlen würden recht schwanken, je nach Filmangebot. So könne ein einziger Film, der über längere Zeit für einen vollen Saal sorgt, die Statistik nach oben ziehen. Als Beispiel nennt Deloséa das Rekordjahr 2006 mit dem Film «Die Herbstzeitlosen».

Fast noch grössere Auswirkungen als das Westside hat das schöne Wetter. «Da geniessen die Leute lieber den Sonnenuntergang am See als einen Kinofilm», blickt Iris Zahnd, die für das Programm verantwortlich ist, auf den sonnigen Herbstanfang zurück.

Treues Publikum

Das Murtner Kino mit seinen 80 Plätzen kann auf ein treues Publikum aus der Region zählen, erklärt Iris Zahnd. Es sei auch geduldiger und könne auch einmal zwei bis drei Wochen warten, bis ein Film anläuft. «Wir sind Gourmets und stehen nicht unbedingt auf Fastfood», schmunzelt Zahnd.

Die Filmverleiher stellen teilweise für Premierenfilme klare Vorgaben, damit sie Kopien zur Verfügung stellen. So müsse der Film unter Umständen während drei Wochen exklusiv jeden Tag gezeigt werden, beschreibt Iris Zahnd. Das sei für ein kleines Kino wie Murten kaum möglich. Um diese Vorgaben zu erfüllen, gibt es eine Zusammenarbeit zwischen den Kinos in Murten, Laupen und Ins. «Das klappt sehr gut», betont Zahnd. Ein Credo der Murtner Kino-Verantwortlichen ist auch, dass in der Regel die Filme in der Originalsprache mit Untertiteln (deutsch, französisch) gezeigt werden.

Nicht nur verwalten

Der Besucherrückgang macht sich zwar in der Kasse bemerkbar. Trotzdem schauen Eric Deloséa und Iris Zahnd optimistisch in die Zukunft, die Existenz sei keineswegs in Gefahr. «Wir sind nicht nur Verwalter des Kinos», betont der Geschäftsführer. «Mit kleinen Aktivitäten und Anlässen machen wir auf uns aufmerksam.»

So findet der Apéro zum Auftakt der diesjährigen Filmtage im Haus für Innenarchitektur und Ambiente statt. Oder zum Saisonstart nach den Sommerferien werden die Behörden aus den umliegenden Aktionärsgemeinden zu einer Vorführung eingeladen.

In die Technik investieren

Schon in ein bis drei Jahren dürfte im ehemaligen Feuerwehrmagazin die digitale Technik ihren Einzug halten. Der Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft «le cinéma Feuerwehrmagazin N°1» hat bereits eine Vorauswahl eines Systems getroffen. Jetzt wird die Finanzierung angepackt, denn es müssen rund 150000 Franken investiert werden. Mit der Umstellung auf die digitale Technik rechnet «le cinéma» damit, schneller an eine Filmkopie zu kommen, gerade wenn die Anzahl der herkömmlichen Kopien auf Rollen beschränkt ist.

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