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Kompromiss für das Museum Murten

Die Leistungsvereinbarung und der Betriebskredit für das Museum Murten werden für zwei Jahre verlängert. Dies hat der Generalrat Murten entschieden. Der Stiftungsrat hat nun Zeit, eine Neuausrichtung zu erarbeiten.

Das Museum Murten in der alten Stadtmühle wird nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
Das Museum Murten in der alten Stadtmühle wird nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
Aldo Ellena / Freiburger Nachrichten

Während der Gemeinderat die Vereinbarung mit dem Museum und den jährlichen Betriebskredit von 155000 Franken um drei Jahre verlängern wollte, verlangte die Finanzkommission (Fiko) den Betriebskredit nur für ein Jahr zu sprechen und in dieser Zeit das Museumskonzept zu überdenken. «Wir haben ein Rolls-Royce-Museum, und es stellt sich die Frage, ob wir uns das leisten können und wollen», sagte Fiko-Präsident Peter Stoller. Trotz hoher Qualität des Museums würden die Besucherzahlen auf tiefem Niveau stagnieren, und Nutzen und Ertrag des Museums stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten.

CVP mit Kompromiss

Während sich SP und SVP für den Antrag der Fiko aussprachen, standen FDP und EVP mehrheitlich hinter dem Gemeinderat. Die CVP-Fraktion war der Ansicht, das Museum verdiene weiterhin finanzielle Unterstützung, da die Arbeit der letzten Jahre beginne, Früchte zu tragen. «Den Vorschlag der Fiko erachten wir als nicht zielführend», erklärte Olivier Curty. Die CVP beantrage, den Betriebskredit für zwei Jahre zu genehmigen. «In dieser Zeit soll eine Bestandesanalyse vorgenommen werden, die im 2011 eine Neuorientierung ermöglicht», so Curty.

Der zuständige Gemeinderat Peter Huber erklärte, die im 2005 beschlossene Neuausrichtung sei noch nicht abgeschlossen. «Wir müssen dem Museum noch drei Jahre Zeit geben», so Huber. Es könne nicht sein, dass alle ein tolles Museum wollten, die dafür nötigen Rahmenbedingungen aber nicht gewährten. «Für einen vernünftigen Betrieb braucht es den vorgeschlagenen Kredit», so Huber. Der Generalrat folgte Hubers Votum nicht und genehmigte den Kompromiss der CVP. Ein Zusatzkredit von 80000 Franken für die Inventarisierung der kulturhistorischen Sammlung des Museums wurde diskussionslos genehmigt.

Museum ist erwünscht

«Der Stiftungsrat kann mit dem Entscheid leben», erklärte Claudine Lerf, Stiftungsratspräsidentin des Museums. Der Betrieb sei damit auf zwei Jahre gesichert, und man habe einen Planungsspielraum. «Zudem können wir die geforderte Neuausrichtung erarbeiten, was in einem Jahr kaum möglich gewesen wäre», so Lerf. In der Diskussion sei deutlich geworden, dass das Museum grundsätzlich erwünscht sei. «Die Frage ist nur zu welchem Preis», so Lerf.

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