Pfarrer entschuldigt sich fürs Schweigen

Giffers

Pfarrer Hubert Vonlanthen aus Giffers bedauert, dass er sich bei der Diskussion um das Bundesasylzentrum nicht geäussert hat.

Das erste geplante Bundesasylzentrum «Gugler»a ausserhalb von Giffers.

Das erste geplante Bundesasylzentrum «Gugler»a ausserhalb von Giffers.

(Bild: Keystone)

An der Pfarreiversammlung Giffers-Tentlingen vom Montagabend äusserte sich Pfarrer Hubert Vonlanthen zum Bundesasylzentrum Guglera. Der Pfarrer hat am 25.Februar ebenfalls an der Informationsveranstaltung in Giffers teilgenommen. Er bedauert, dass «die Stimme der Kirche damals stumm blieb». Diese wäre wichtig gewesen, «als gewisse Voten und Verhaltensweisen ein Ausmass annahmen, die aus der Sicht der christlichen Werte eindeutig zu verurteilen sind», sagte Vonlanthen, der sich für dieses Schweigen entschuldigte. Er finde es aber richtig, dass die Gemeindebehörde ihre Ängste und die Ohnmacht, vor ein Fait accompli gestellt worden zu sein, zum Ausdruck gebracht habe. Dass der «unglückliche» Ausdruck «Asylanten-Tsunami» gefallen sei, habe leider genau diese berechtigten Anliegen völlig in den Hintergrund gedrängt und Interpretationen zugelassen, die von gewissen Personen und Kreisen provoziert worden seien und die Masse angeheizt hätten. Er sei dem Giffersner Ammann Othmar Neuhaus dankbar, dass dieser die Dinge nun ins rechte Licht gerückt habe.

Der Pfarrer wünscht allen einen Neuanfang, bei dem man sich für die berechtigten Anliegen aller einsetze, «auch für die Achtung, Würde und Lebensrechte der notleidenden Menschen, die zu uns stossen werden.»

ak/FN

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