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Strandprojekt soll nicht versanden

Lorenz Moser gibt seine Idee nicht auf: Obwohl der Betreiber des Surfcenters «Bise Noire» bei der Finanzierung nicht auf die Gemeinde Murten zählen kann, will er sein Strandprojekt verwirklichen. Er sucht Geldgeber.

An warmen Sommertagen herrscht rund um den Surfsteg an der Pantschau in Murten oft ein grosses Gedränge: Der als Einstieg für Surfer gedachte Steg wird von Badegästen und Kindern in Beschlag genommen, an denen sich die Surfer mit ihrer Ausrüstung vorbeikämpfen müssen. Dies führt laut Lorenz Moser, Betreiber des Surfcenters Bise Noire, immer wieder zu gefährlichen Situationen. «Mit dem Strand würde die Situation ein für allemal entschärft werden», ist Moser überzeugt.

Idee war kurz vor dem Aus

Noch im vergangenen Dezember sah es so aus, als wäre die Idee des Surfstrandes endgültig gestorben: Der Generalrat Murten lehnte eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde von 50000 Franken mit 23 zu 17 Stimmen ab. «Ich war vom Entscheid schockiert und wusste nicht, ob ich das Projekt noch weiterverfolgen soll», erinnert sich Moser.

Nach dem Tiefschlag entschied er sich aber schnell weiterzumachen. «Ich konnte dieses gute Projekt nicht einfach im Sand verlaufen lassen», erklärt er. Schliesslich sei es die optimale Lösung für die problematische Situation um den Surfsteg.

Nach dem Generalratsentscheid suchte Moser das Gespräch mit den Sponsoren, die ihm bereits einen finanziellen Beitrag zugesichert hatten, um abzuklären, ob sie das Projekt weiterhin unterstützen. «Die Reaktionen fielen positiv aus und gaben mir die Bestätigung, nicht aufzugeben.» Zudem habe er ermunternde Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten.

Zwei Drittel zugesichert

Die geschätzten Kosten für den Bau des Strandes belaufen sich auf rund 165000 Franken. Bis heute sind Moser durch Sponsoren, private Donatoren und die Beteiligung seines Surfcenters Bise Noire 108000 Franken zugesichert. Damit fehlen ihm noch 57000 Franken, um die Finanzierung sicherzustellen. Das Baugesuch für den Strand ist eingereicht, die Bewilligung steht noch aus.

Um die Finanzierung sicherzustellen, ist Moser nun auf der Suche nach weiteren Geldgebern. Ein Unterfangen, das sich auf Grund der Wirtschaftskrise nicht gerade leicht gestalte. «Im Moment laufen aber viele Anfragen, und wir prüfen neue Ideen zur Finanzierung», so Moser. Sein Ziel ist es, dass im kommenden Februar oder spätestens im Winter 2010/2011 gebaut werden kann. «Wenn es bis dann nicht gelingt, ist das Projekt wohl definitiv gescheitert.»

Für Moser ist wichtig, dass der Strand nicht in erster Linie seinem Surfcenter Bise Noire zugutekommen würde, sondern einer breiten Öffentlichkeit: «Die Nutzung durch das Surfcenter würde nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtnutzung ausmachen.» Die genauen Nutzungsregeln müssten zwar noch ausgehandelt werden, es sei aber klar, dass es ein Nebeneinander von Surfern und Badenden geben werde. «So ist eine bewegliche Trennung mit einer Bojenkette denkbar, die je nach Windbedingungen mehr oder weniger Platz für die Surfer absperrt», erklärt er. Obwohl der Strand auch Platz für Schwimmer bieten würde, sei er nicht als Konkurrenz zum Strandbad Murten gedacht, betont Lorenz Moser.

BZ/luk/hus

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