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Zweite Chance für die Eispaläste

Bald stehen sie wieder: Die Eispaläste in den Freiburger Voralpen. Unter den warmen Temperaturen über Weihnachten schmolz das Eis, weshalb der Saisonstart auf Anfang Januar verschoben wurde.

Die diesjährigen Eispaläste in den Anfängen. Im Januar sollen sie wieder öffentlich zugänglich sein.
Die diesjährigen Eispaläste in den Anfängen. Im Januar sollen sie wieder öffentlich zugänglich sein.
Raphael Moser

Der Start in die Saison der Eispaläste am Ufer der Sense war dieses Jahr nicht einfach. Grund dafür waren die warmen Temperaturen über Weihnachten. Seit November bereitet das Team von Schwarzsee Tourismus den Wald nahe dem Schwarzsee auf die Märchenwelt vor, die dort jährlich entsteht. Etwas Eis hatte sich Anfang Dezember bereits auf den Gerüsten aus Holz geschichtet, doch es schmolz wieder.

In den letzten Tagen wurde es kalt genug, um den Wiederaufbau der Eislandschaft wagen zu können. Momentan arbeitet Eismeister Flavio Catilla am kleinen Eisdorf. Schicht für Schicht vereist er die Gerüste mit einem speziellen Wassersprinkler. Das Wasser kommt direkt vom Berg und fliesst unter hohem Druck.

«Dieses Handwerk kann nur durch Übung erlernt werden, Anleitung gibt es keine», sagt der Direktor von Schwarzsee Tourismus, Adolf Kaeser. Es brauche viel Feingefühl. Die Kunst bestehe darin, die verschiedenen Skulpturen und Bauten richtig zusammenzustellen. «Der Eismeister entscheidet selbst, wie genau die Eislandschaft aussehen soll», so Kaeser. Die Märchenwelt sei deshalb jedes Jahr ein wenig anders.

Schicht über Schicht

Bis die Eispaläste Form annehmen, dauert es etwas mehr als eine Woche. Sobald das Eis genügend dick ist, können die Gerüste teilweise entfernt werden. Damit die Bauten bei warmem Wetter nicht sofort schmelzen, produziert Flavio Catilla laufend neue Eisschichten. Sein Job endet nicht am Tag der Eröffnung. Er unterhält die Paläste zusammen mit einem Team während der ganzen Saison.

«Die Skulpturen verändern sich laufend. Bei jedem Besuch kann man neue Finessen entdecken», sagt Kaeser. Durch die vielen Schichten würden die Bauten auch sicherer. Es sei wichtig, das Eis über längere Zeit immer wieder mit Wasser zu besprinkeln. So könne es wirklich stabil werden. «Wir müssen das Eis, die Eiszapfen und Skulpturen laufend gut kontrollieren, damit alle Besucher sicher den Rundgang begehen können», so Kaeser weiter.

So sah die fertige Eislandschaft letztes Jahr aus.Foto: Nicole Philipp
So sah die fertige Eislandschaft letztes Jahr aus.Foto: Nicole Philipp

Neu organisiert

Zur Märchenwelt am Schwarzsee gehören jedes Jahr auch die Lichter dazu, die in die Eislandschaft eingebaut sind. Sie erleuchten am Abend die Skulpturen in verschiedenen Farben. Der Unterhalt der Bauten, die elektrischen Installationen und die Beleuchtung geben eine Menge Arbeit.

Weil Schwarzsee Tourismus seine Aufgaben immer weiter ausgebaut hat, wurde der Verein im Frühling neu organisiert. Dieser gründete eine Aktiengesellschaft, um sich rechtlich besser abstützen zu können. In diesem Zuge wurde die Organisation der Eispaläste der Trägerschaft übergeben. Damit ist der Tourismusverein besser abgesichert, sollte einst der Kälteeinbruch nicht erfolgen und ein warmer Winter die Errichtung der Eispaläste verhindern.

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