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Fritz Jaun baggert ausgezeichnet

StechelbergDer Kanton Bern hat einen selbstständigen Baggerführer mit einem Preis ausgezeichnet. Nun klebt eine grüne Plakette an seinem 22 Tonnen schweren Baugerät.

Der selbstständige Baggerführer Fritz Jaun aus Stechelberg wurde zum «grünen Baggerführer 2011» erkoren. Den Preis, der seit 2008 verliehen wird, hat er wegen der «äusserst sorgfältig durchgeführten Renaturierung des Rosenbachs in Stechelberg» erhalten, wie der Renaturierungsfonds des Kantons Bern in einer Mitteilung schreibt. Gestern nun wurde die Auszeichnung – eine grüne, magnetische Plakette – in Stechelberg überreicht. Diese klebt nun am gelben, 22 Tonnen schweren Bagger von Jaun. Fischereiaufseher Martin Flück aus Brienz lobte Jaun: «Wir müssen die gesetzlichen Auflagen bei einer Renaturierung erfüllen. Baggerführer mit Gespür für die Umwelt erleichtern uns die Arbeit enorm.» Jaun selber freut sich ebenfalls über die Auszeichnung: «Ich war überrascht, dass ich die Auszeichnung erhalten habe.» Doch seine Berufskollegen hätten ihm zu seiner Leistung bereits gratuliert. Baggermann seit 20 Jahren Der 55-Jährige erzählt, dass er 1980 mit dem Baggern angefangen habe. Mit seiner Firma bewegt er neben dem bereits erwähnten grossen Bagger noch zwei kleinere, die aber dennoch mehrere Tonnen wiegen. «Bei einer Renaturierung muss man noch konzentrierter Arbeiten», weiss er aus seiner Erfahrung. Dennoch freut es ihn, wenn solche Projekt im Einklang mit der Natur erfolgreich vollendet werden können. Umfangreiche Restaurierung Für die Renaturierung des Rosenbachs konnte im März 2010 die 3.Etappe in Angriff genommen werden. Auf einer Länge von 140 Metern wurden die bestehenden Ufermauern entfernt, sodass der neue Lauf des Bachs lebendiger gestaltet werden konnte. Es wurden mit Baumstrünken Fischunterstände gebildet, die Bestockung erfolgte mit Pflanzen wie Hartriegel, Weissdorn, Pfaffenhütti und Wolligem Schneeball. Einengungen im Bachbett wurden jeweils mit Faschinen (Rutenbündel) und Steinen gebildet. Der Geschäftsleiter des Renaturierungsfonds, Willy Mueller: «Der Rosenbach kann als Musterrenaturierung beizeichnet werden, die sich sehr gut in die Landschaft einfügt.» Die Kosten von 65000 Franken wurden zu 85 Prozent vom Renaturierungsfonds des Kantons gedeckt, der Rest von der Schwellenkorporation Lauterbrunnen. Fritz Lehmann>

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