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Fünf Parteien buhlen um elf Sitze

Mit der wieder erstandenen SVP kämpfen fünf Parteien um die elf Derendinger Gemeinderatssitze. Die Ausgangslage ist völlig offen. Wer von den Bisherigen muss allenfalls auf Kosten der SVP Haare lassen?

Der Derendinger Gemeinderat umfasst elf Sitze. Als einzige Derendinger Partei tritt die FdP mit einer vollen Liste zu den Gemeinderatswahlen an. Parteipräsident Michael Käsermann hat sich als Ziel vorgenommen, die vier Sitze, welche die Freisinnigen inne haben, zu bestätigen.«Allenfalls können wir via eines Restmandats gar einen fünften Sitz erringen», erklärt Käsermann. Seinen Optimismus begründet der FdP-Präsident damit, dass seine Partei viel mache im Dorf. Nicht zuletzt sei es auch ihr Verdienst, dass in Derendingen die Sach- wieder vor der Parteipolitik komme. Den grössten Anteil an diesem Sinneswandel komme aber dem freisinnigen Gemeindepräsidenten Kuno Tschumi zu. Er mache «einen super Job». Dies werde ihm in Gesprächen mit verschiedensten Leuten immer wieder bestätigt. SP nur eine FrauBei den letzten Gemeinderatswahlen büsste die SP einen ihrer fünf Sitze ein. Und ausgerechnet der damalige Gemeindepräsident Urs Aerni landete auf dem fünften Listenplatz und schaffte die Wiederwahl nicht.Für die diesjährigen Wahlen hat sich Parteipräsidentin Edith Meier die Verteidigung der vier Gemeinderatssitze vorgenommen. «Weil neu fünf Parteien zu den Wahlen antreten, dürfte es für uns schwierig sein, den fünften Gemeinderatssitz zurück zu erobern», sagt sie. Bei den Sozialdemokraten kandieren sieben Männer und nur eine Frau. Edith Meier bedauert dies sehr. «Viele Frauen, die wir angefragt haben, begründeten ihre Absage damit, dass sie mit Beruf und Familie bereits genügend belastet seien», erklärt sie. Auch wenn die Liste mit diesem Manko behaftet sei, stimme die Zusammensetzung sonst sehr gut. «Mit Hansruedi Meyer haben wir sogar einen Grünen auf unserer Liste», sagt Edith Meier.CVP: Zwei «saubere» SitzeZwei Sitze ohne das Restmandat in Anspruch nehmen zu müssen: So umschreibt CVP-Präsident Jörg Gasche das Wahlziel seiner Partei. Neben dem Parteipräsidenten stellen sich für die CVP vier weitere Kandidaten zur Wahl. Gisela Gasche, bei den letzten Wahlen mit einem sehr guten Resultat gewählt, tritt nicht mehr an.«Wir versuchen immer lösungsorientiert zu arbeiten», erklärt Jörg Gasche das Politikverständnis seiner Partei. Ein grosses Anliegen ist ihm auch eine kundenorientierte Verwaltung. Nicht zuletzt dank des Einsatzes der CVP seien die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung länger ausgefallen, als dies die Verwaltungsangestellten und allen voran Gemeindepräsident Kuno Tschumi ursprünglich gewollt hätten. Als eines der politischen Ziele für die nächste Legislatur hat sich Jörg Gasche die Einführung des Ressortsystems vorgenommen.SVP ist ehrgeizigMit nur drei Kandidaten tritt die SVP zur Wahl an. Als Ziel hat sich Parteipräsident Christoph Lanker das Erringen von zwei Sitzen gesteckt. «Für den zweiten Sitz wird es aber knapp», sagt er. Etwas schwer getan hat sich die SVP mit der Kandidatensuche, wie Lanker erklärt. Er bedauert auch, keinen einzigen Jungen auf der Liste zu haben. Mit 39 Jahren ist Ruth Lüscher die jüngste im SVP-Trio. Auch die SVP will, falls sie den Sprung in den Gemeinderat schafft, auf ein Ressortsystem hinarbeiten.Dorfpartei will einen Sitz«Taten statt Worte», lautet der Wahlspruch von Bernd Kupferschmid, dem Präsidenten der Dorfpartei Derendingen (DPD). Kupferschmid wurde vor vier Jahren noch auf der Liste der SVP in den Gemeinderat gewählt. Im September 2007 trat er mit einigen Gefolgsleuten aus der SVP aus. Seither ist die SVP nicht mehr im Rat vertreten. «Wenn wir unseren Sitz halten können sind wir zufrieden», sagt Kupferschmid. Mit ihm kandidieren drei Männer und eine Frau.

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