Zum Hauptinhalt springen

Für Fehler bestraft

Der FC Thun hat sich gegen Wil in der Abwehr zu viele Fehler geleistet. Die Oberländer verloren das erste Rückrundenspiel mit 1:3.

Thun-Trainer Murat Yakin redete noch kurz auf Schiedsrichter Damien Carrel ein, dann verschwand er verärgert in die Kabine. Soeben hatte seine Mannschaft das erste Spiel nach der Winterpause mit 1:3 gegen den FC Wil verloren. Beim FC Thun war klar, wo zumindest eine Ursache für den uninspirierten und erfolglosen Auftritt lag: «Machen Sie selber ein paar Schritte auf dem Spielfeld», forderte Sportchef Andres Gerber, «auf diesem Terrain kann nicht gepflegt Fussball gespielt werden.» Tatsächlich glich der Platz nach Spielende einem umgegrabenen Acker. Den Platzwarten sei kein Vorwurf zu machen, sagte Gerber, diese hätten ganze Arbeit geleistet. Trotzdem hatten die Thuner die Verschiebung des Spiels beantragt, die Unparteiischen entschieden aber, die Partie stattfinden zu lassen. Und so entwickelte sich ein über weite Strecken unansehnliches Fussballspiel, in dem der Ballbesitz ständig wechselte und die Fehlpässe zahlreich waren. Bouziane trifft beim Debüt Nachdem er seinem Ärger Luft gemacht hatte, gestand Yakin aber auch ein, dass sein Team nicht auf Grund der Platzverhältnisse verloren hatte («Die waren ja für beide Teams gleich»). So zeigte sich der Trainer unzufrieden mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft. Der zweifache Torschütze Dzengis Cavusevic wurde jeweils kaum beim Abschluss gestört und unmittelbar nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1 gestanden die Thuner Tim Grossklaus das erneute Führungstor zu. Im Vergleich zur Vorrunde hatte Yakin die Verteidigung auf mehreren Positionen umgestellt. Die Viererkette mit Benjamin Lüthi, Nicolas Schindelholz, Timm Klose und Loan Boumelaha hatte in den letzten Testspielen einen sicheren Eindruck hinterlassen. «Ich muss mir die wichtigsten Szenen noch einmal auf Video anschauen. Ich will wissen, was schiefgelaufen ist», sagte Yakin. Da konnte Sid-Ahmed Bouziane schon eher zufrieden sein mit seiner Leistung. Der neue Mittelfeldspieler hatte viele Ballkontakte und liess seine feine Technik ein paar Mal aufblitzen. In seinem ersten Spiel für Thun gelang ihm zudem gleich das erste Tor für seinen neuen Klub. Der Linksfuss traf in der 39.Minute per Freistoss zum zwischenzeitlichen 1:1.Alexander WäflerTelegramm/Tabelle Seite 16>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch