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Für sie zählt jedes Füfi

Die Geschwister Jonas und

Um die 5000 Fünfrappenstücke brachten Jonas und Carolin Chastonay gestern mit ihrer Mutter in einem grossen Konfiglas auf die Bank. Empfänger der in zweierlei Hinsicht goldigen Einzahlung ist die Aktion Jeder Rappen zählt, die dieses Jahr in Luzern stationiert ist und heute endet. Die Zugfahrt zum Spendenzelt sparte sich die Familie Chastonay – und zahlte den Betrag fürs SBB-Billett stattdessen auch noch ein. Vor einem Jahr besuchten der 15- und die 11-Jährige die Sammelaktion von DRS 3 und SF2 auf dem Bundeshausplatz in Bern und nahmen sich vor, für die nächste Sammelrunde eine eigene Aktion zu starten. Auch das Grosi macht mit «Es geht ja um jeden Rappen, da ist das Füfi die nächstgrösste Einheit», begründet Jonas die Ausgangsidee. Und so begannen die Geschwister, Fünfrappenstücke zu sammeln. Zuerst einmal die aus ihrem eigenen Portemonnaie. Weiter baten sie Mitschüler, Verwandte, Bekannte und Nachbarn, ihnen ihr Kleinstgeld für den guten Zweck zu geben. Durch viel Mundpropaganda wurde ihr Projekt zu einem Selbstläufer. «Wenn wir Bekannte auf der Strasse trafen, haben sie uns oft gleich ihre Füfi angeboten», erzählt Carolin. Auch der Pausenkiosk in ihrem Schulhaus spendete seine goldigen Münzen den beiden Schülern. Ganz besonders aber legte sich ihr Grosi im Wallis ins Zeug. Sie motivierte zahlreiche ihrer Bekannten zur Fünferspende und konnte ihren Enkeln ein ganzes Glas davon überreichen. Bub stibitzt Taschentücher Jonas und Carolin sind nicht die Einzigen, die sich von «Jeder Rappen zählt» zu einer kreativen Leistung animieren liessen. So weiss Jonas eine lustige Geschichte von einem Bub in Luzern. Dieser habe seinem Vater Taschentücher, mit denen er beruflich handle, stibitzt und sie auf eigene Faust auf der Strasse verkauft. Bei so viel Engagement konnte ihm der Papi wohl nicht böse sein. Mutter Eveline Chastonay zumindest ist stolz auf das Engagement ihrer Kinder: «Es soll eben jeder das machen, was in seinen Möglichkeiten liegt.» So könne man schon mit kleinem Aufwand eine grosse Wirkung erzielen. «Ich hoffe, wir können mit unserem Geld Müttern in Not helfen», sagt Carolin. «Schliesslich haben es nicht alle so gut wie wir.» Martina Kammermann>

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