Zum Hauptinhalt springen

«Gärtele» am Abgrund

BrienzwilerWährend der nächsten zehn Tage wird der Brünigpass von losen Fels-

Luftiger Arbeitsplatz hundert Meter über der Passstrasse: Bergführer Dres von Bergen löst am Abgrund mit einem Gartenrechen lose Steine und Stauden von der Felswand. Er ist einer von sechs Bergführern, welche die Balmfluh am Ober Rufiberg in diesen Tagen von lockerem Gestein befreien; dies im Zuge der alle drei Jahre fälligen umfangreichen Sicherungsmassnahmen. Es gibt aber auch Brocken, die nicht mit dem Rechen weggeputzt werden können. Da greifen die schwindelfreien Profis für Arbeiten am hängenden Seil schon mal zu Stockwinde, Brecheisen und Pickel. 36 Mann im Einsatz Im Einsatz sind auch acht Mann des Kantonalen Tiefbauamtes (Gebietseinheit 1), Felsspezialisten, Strassenbauer und private sowie staatliche Forstleute. «Insgesamt sind wir etwa drei Dutzend Mann, die in den nächsten Tagen die ganze Passstrasse zwischen Balmhof und der Verzweigung Gnoll verkehrssicher machen», sagt der Projektleiter für Felssicherungen, Hansueli Mägert. Während der Sperrung werden auch eine Sicherheitsholzerei, Belagsarbeiten und Tunnel- und Kanalreinigungen durchgeführt. Strasse unter Sandschicht Um die Brünigstrasse durch die herabfallenden Felsbrocken nicht zu ruinieren, liess Projektleiter Hansueli Mägert die Strasse mit einer 30 Zentimeter dicken Sandschicht «einkleiden». Während der Arbeiten ist die Brünigstrasse zwischen Balmhof und der Verzweigung Gnoll in beiden Richtungen gesperrt. Der Verkehr wird über Meiringen umgeleitet. Auf der Umleitungsroute via Brünigen besteht eine Gewichtslimite von 28 Tonnen. Der Zubringerverkehr bis Brienzwiler bleibt gewährleistet. Der Postautoverkehr Brienz - Brünig wird ebenfalls über Meiringen geführt. Entsprechende Plakataushänge in Bussen und an Haltestellen informieren über die Fahrzeiten. Bruno Petroni>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch