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Geissenblüemli, Reg, Romeo und Julia

Wie jedes Jahr übernahmen Gotten Patenschaften für Interlakens neugeborenes Steinwild und erlebten eine schöne Taufe.

«Wir sind ein bescheidener Verein. Die Steinwildtaufe ist unser Höhepunkt des Jahres», erklärte der Förster im Ruhestand, Traugott Stalder aus Ringgenberg. Er ist Präsident des Alpenwildparkvereins Interlaken-Harder, der 1913 gegründet wurde und seitdem um den Erhalt des Steinwilds besorgt ist, das früher einmal nahezu ausgerottet war. Rund 50 Personen waren am Freitagabend bei heftigem Regen im Vereinslokal am Harder erschienen, um gemeinsam die Taufe zu feiern. Musikalisch begleitet wurde der Anlass von der Gratisband Speis und Trank, die nur Verpflegung beanspruchte. Zwei Böckli zu schwach Traugott Stalder berichtete über die 2010 im Alpenwildpark geborenen Steinwildjungtiere: fünf Kitze und vier Böckli. Zwei Jungböcke mussten wegen Schwäche eingeschläfert werden. Einer davon sei ein Zwilling gewesen, was bei Steingeissen selten sei. «Da hat uns die Natur reingefunkt», so Stalder. Zwei weitere schwache Böcke mussten auf Anraten des Tierarztes von der Herde separiert und mit Milch aufgezogen werden. «Im Moment zählt der Park rund 20 Tiere. Der Platz ist ausgeschöpft», so Stalder. Feierliche Taufe Schliesslich wurden die Taufpaten und -patinnen namentlich aufgerufen und sie erhielten die Taufurkunde, die Vizepräsident Beat Hassenstein kreiert hatte. Die Gotten und Göttis gaben ihren neuen Schützlingen Namen wie etwa Reg, Maya, Beveline oder Geissenblüemli. Auch Romeo und Julia waren vertreten. Yvette Fischer, Grossmutter von Lula und Ruben Rufibach, spendierte ihren Enkeln je eine Patenschaft und benannte die Tiere nach ihnen. Pro Tier kostet eine Patenschaft 300 Franken. Yvette Fischer: «Wir kommen jeden Tag in den Alpenwildpark. Es ist so schön hier – wie im Heidiland.» Monika Hartig>

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