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Geld stinkt ja nicht

Ausgabe vom 19.November «Ich lasse mir das nicht bieten, das ist doch Beamtenwillkür» Das AGR (Amt für Gemeinden und Raumordnung) lehnt ein Baugesuch für ein Hundegehege in Gadmen ab unter der fadenscheinigen Begründung von zu viel Immissionen durch Lärm und Gestank. Desgleichen wehrt sich der Heimat- und Landschaftsschutz gegen die Beeinträchtigung der «intakten Landschaftskammer». Nun frage ich mich aber wirklich, was wohl mehr Immissionen verursacht: ein paar alte Hunde, die zuweilen bellen und manchmal auch etwas Kot absetzen, oder die Hunderte von Cars, Autos, Motorräder, die mit grossem Lärm und CO2-Abgabe durch die Dörfer brausen, und die vielen Kühe, welche meines Wissens auch öfters etwas hinterlassen? Aber bekanntlich sagt man ja vom Geld, dass es nicht stinkt (non olet). Und der Landschaftsschutz hätte sicher sehr viel dringendere Aufgaben, als sich gegen ein Gitter, das wirklich nicht gerade ins Auge fällt, zu wehren. Da bemüht sich ein Hundefreund, diesen armen, zur menschlichen Unterhaltung bis zum Gehtnichtmehr im wörtlichen Sinne gnaden-los ausgenützten Windhunden noch ein paar schöne Lebensjahre zu ermöglichen, und wird von Anwohnern und Behörden bevormundet und mit Klagen eingedeckt. Was sind das für sture Nachbarn und Beamte, die jeden Bezug zur Natur und ihren Geschöpfen verloren haben? Einmal mehr bewahrheitet sich Schillers Wort: «Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.» Den Hundehassern, die den armen Tieren die paar guten Jahre nicht gönnen mögen, wünsche ich, dass sie ihre Hartherzigkeit irgendeinmal büssen müssen. Ursula Müller NaegeliInterlaken>

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