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Geschächtetes Schaf entdeckt

Schächten ist in der Schweiz verboten. Ein

«Der Typ, der aus einer Sozialwohnung der Gemeinde ausziehen muss, ist noch nicht einmal hier eingezogen, hat aber schon allerlei Gerätschaften in seiner künftigen Bleibe hinterlegt und da ein Schaf geschächtet.» So ereifert sich ein Rentner (Name der Redaktion bekannt), der mit seiner Frau an der Simmentalstrasse in Erlenbach wohnt. Das Paar lebt dort seit eineinhalb Jahren in einem Haus mit fünf Wohnungen sowie einem ehemaligen Fotostudio. Und in Letzterem hat er an einem frühen Abend von aussen durchs Fenster die grausige Entdeckung gemacht. «Ein gehäutetes Schaf hing mit dem Kopf nach unten an der Decke. Offensichtlich war es geschächtet worden: Die Kehle des Tieres präsentierte sich aufgeschnitten, und der Boden war voller Blut. Das Werkzeug, ein grosses blutverschmiertes Messer, lag auf dem Gerümpel, der überall im Raum aufgetürmt ist.» Polizei benachrichtigt Da vom «Metzger» nichts zu sehen war und der Rentner im ersten Moment glaubte, das Tier sei vielleicht vor seinem tragischen Ende angefahren worden, benachrichtigte er einen ihm bekannten Wildhüter. «Dieser belehrte mich dann aber, dass er keinesfalls zuständig sei und ich mich unbedingt an die Polizei wenden solle.» Das tat der Erlenbacher denn auch, und rasch waren zwei uniformierte Beamte des polizeilichen Nachtdienstes zur Stelle. «Sie konnten den Raum allerdings nicht betreten, und den mutmasslichen Schächter – ein Mann aus dem Balkan – fanden sie auch an dessen bisherigem Wohnsitz nicht vor. Erst gegen 23 Uhr trafen die Beamten dann mit dem Mann am Schächtort ein und machten Fotos vom ausgebluteten Schaf.» Das Tier habe in der Folge noch bis am Mittag des anderen Tages im Raum gehangen, berichtet der Senior. Im Nachhinein habe er zudem erfahren, dass insgesamt vier Schafe dieses Schicksal erlitten hätten. Und er gibt zu bedenken, dass er – obschon er nicht allzu ängstlich sei – seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Ermittlungen laufen Ursula Stauffer von der Pressestelle der Kantonspolizei bestätigte gestern auf Anfrage, dass die polizeilichen Ermittlungen zum geschilderten Fall am Laufen seien. «Noch sind die Befragungen nicht abgeschlossen. Sollte sich die Schächtung aber bestätigen, wird der mutmassliche Täter eine Anzeige zu gewärtigen haben», erklärte Stauffer am Telefon. Der «Berner Oberländer» hätte den Mann gerne über dessen Beweggründe zu seinem Tun befragt, seine Identität wurde aber nicht preisgegeben. Peter Rothacher >

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