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Gesundheit und Geduld

Beat Feuz (23)

Am Mittwoch ist der Winter für mich mit dem Sieg im zweiten FIS-Riesenslalom von Visperterminen zu Ende gegangen; tags zuvor hatte ich hinter Silvan Zurbriggen Rang 2 belegt. Diese Ergebnisse sind vor allem wegen der FIS-Punkte wertvoll, welche mir gutgeschrieben werden. Im Herbst war ich in der Weltrangliste ungefähr die Nummer 300 gewesen, nun dürfte ich in die Top 100 vorstossen. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, hätte ich meine Trainingsleistungen im Weltcup bestätigen können. Vor Saisonbeginn hatte ich mich in den internen Vergleichen ungefähr auf dem Level von Sandro Viletta bewegt, leider vermochte ich mein Potenzial just in den Riesenslaloms nicht abzurufen. Unter dem Strich blicke ich dennoch auf einen guten Winter zurück. Das Wichtigste vorneweg: Nach zwei schwierigen Jahren, in denen ich die Rennen am Fernseher hatte verfolgen müssen, bin ich verletzungsfrei geblieben. Im Training war es nicht immer einfach, den Gedanken an eine neuerliche Verletzungsgeschichte aus dem Hinterkopf zu verbannen; in den Rennen hingegen vermochte ich abzuschalten und mich voll auf den Einsatz zu konzentrieren. Das schönste Erlebnis war ganz klar der zwölfte Platz in der Super-Kombination am Lauberhorn; es ist immer schön, wenn man sich zu Hause von seiner guten Seite zeigen kann. Freude bereiten mir aber auch jene Fortschritte, welche ich in Abfahrt und Super-G gemacht habe. Im Hinblick auf den nächsten Winter werde ich dank dem 20. Platz in der Super-Kombinations-Weltrangliste vom B- ins A-Kader aufsteigen. Ich hoffe, meine Leistungen entwickeln sich in die gleiche Richtung. Im Sommer wird der Schwerpunkt wiederum auf dem Riesenslalom liegen. Ich bin sicher, dass ich in dieser Disziplin Potenzial habe und es funktioniert, wenn ich die Geduld wahre. In zweiter Linie will ich im Slalom schneller und stabiler werden – vor allem, weil mir das in der Super-Kombination helfen würde. In der kommenden Woche trainieren wir voraussichtlich in St. Moritz, Ende April gibt es dann zwei oder drei Wochen Ferien. Anschliessend werden wir schon wieder loslegen, Ende Mai stehen Kraft- und Konditionseinheiten auf Mallorca im Programm. Ob wir im August wie vor Jahresfrist nach Feuerland fliegen werden, weiss ich nicht. Ich weiss bloss, dass die Skifirmen weniger Geld investieren wollen, aber von unseren Trainern habe ich noch nichts gehört. Sofern das Trainingslager auf der Südhalbkugel stattfindet, werde ich alles daran setzen, dabei zu sein. Der Abstecher nach Argentinien hat mich letzten Sommer in mancher Hinsicht weitergebracht. Aufgezeichnet: mjs>

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