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Globalbau AG kauft «Krone»

Die Kantonalbank Freiburg wird die «Krone» in Uetendorf offenbar wieder los. Recherchen dieser Zeitung haben ergeben, dass die Ammann Globalbau AG aus Hilterfingen die «Krone» kauft. Die Vorverträge sind unterzeichnet.

«Wir geben in dieser Angelegenheit keine Auskunft», sagte die Dame bei der Kantonalbank von Freiburg mit charmentem Akzent am Telefon. Weniger charmant war die Antwort aus Hilterfingen, die wir per E-Mail erhielten: «Die Ammann Globalbau AG wird gegenüber dem Thuner Tagblatt generell keine Fragen mehr beantworten. Wir bitten um Kenntnisnahme.» Trotzdem kann als sicher gelten, dass der Handel zwischen der Bank und dem Bauunternehmer vom rechten Thunerseeufer zustande gekommen ist. Auf dem Grundbuchamt in Thun ist die Handänderung zwar noch nicht eingetragen. Doch wie diese Zeitung aus verlässlichen Quellen weiss, haben Firmeninhaber Peter Ammann und die Bank die Vorverträge unterzeichnet. Ob er auf deren Preisvorstellungen eingestiegen ist und 2,25 Millionen Franken hingeblättert hat, ist offen. Und jetzt? Unklar ist zudem, was Ammann mit der «Krone» im Sinn hat. Denn nach eigenem Gutdünken kann er mit der Liegenschaft nicht verfahren. Zum einen ist sie im Bauinventar als schützenswert aufgeführt. Bei baulichen Veränderung ist mit strengen Auflagen der Denkmalpflege zu rechnen, schliesslich stammen die ältesten Teile des Riegelbaus vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Das Restaurant zu Wohnungen umzubauen ist ebenfalls nicht ohne weiteres möglich. Denn das Erdgeschoss ist baurechtlich einem Gastgewerbebetrieb vorbehalten. Dies ist in der Überbauungsordnung Nummer 6 Bahnhof festgehalten, in deren Perimeter die «Krone» liegt. Eine Änderung wäre nur über eine Urnenabstimmung zu erreichen. Unter dieser Voraussetzung ist es eher unwahrscheinlich, dass Ammann sich vom Gastrokonzept abwenden will. Hinzu kommt, dass er mit dem «Bellevue» in Hilterfingen bereits ein Objekt aus diesem Segment in Firmenbesitz hat. Was auch immer Ammann mit der «Krone» vorhat – eines ist sicher: Er muss investieren. «Eine Million dürfte nicht reichen», sagte ein Insider gegenüber dieser Zeitung. So ist etwa die Restaurantküche völlig veraltet. Auch sonst hat der Zahn der Zeit gierig an der Liegenschaft genagt. Restaurant und Hotel sind seit Ende Juli geschlossen. «Die neuen Besitzer wollen nicht sanieren. So kann ich nicht arbeiten», hatte Pächter Markus Cardi damals gegenüber dieser Zeitung gesagt. Für die Dorfvereine war die Schliessung ein Schlag, da viele von ihnen den «Krone»-Saal für ihre Versammlungen benutzten.Marc Imboden >

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