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Grossandrang bei Arztpraxen

Auch im Berner Oberland wollen sich viele Menschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Viele Hausarztpraxen haben deutlich mehr Anfragen als Termine. Patienten werden vertröstet. Ab nächster Woche wird grossflächig geimpft.

Seit dieser Woche können die meisten Ärzte im Berner Oberland gegen die Schweinegrippe impfen. Wie zu erwarten war, gibt es vielerorts einen regelrechten Run auf die Praxen. Der begehrte Wirkstoff ist jedoch nur begrenzt verfügbar. Die Ärzte konnten bislang maximal je 30 Dosen beziehen. 20 Mal Pandemrix, 10 Mal Focetria. Das heisst: Sie konnten höchstens 30 Personen impfen. Gestern wurde vielerorts zum ersten Mal die Spritzen mit den Wirkstoffen gesetzt. Bei einigen Ärzten war so viel los, dass die an der Umfrage dieser Zeitung nicht teilnehmen konnten. Einer, der es dennoch tat, war der Heimberger Hausarzt Daniel Dürr. «Ich habe sehr viele Anfragen», sagt auch er. «Für 56 Personen konnte ich einen Termin finden. Doch impfen lassen wollen sich deutlich mehr.» 20 Dosen liess er kommen, 20 Personen hat er geimpft. Auch in anderen Praxen im Oberland sind Dutzende Anmeldungen eingetroffen. In einer Praxis in Thun waren es gestern über 50. Hausarzt Alex Schnyder in Spiez bekam rund 40 Anfragen. Er und sein Team verabreichten gestern rund zehn Personen eine Impfung. Die Krux mit der Dosis Es müssen jeweils zehn Patienten am selben Tag geimpft werden. Der Grund ist folgender: Die Dosen werden in Zehnerampullen geliefert. Einmal geöffnet, sind sie nur 24 Stunden haltbar. Innert eines Tages müssen also zehn Personen aufgeboten werden, um nichts vom knappen Gut zu vergeuden. Die Hausärzte mussten unterschiedlich lange auf den Impfstoff warten. Während ihn einige bereits vor einer Woche geliefert bekamen, traf er bei anderen erst gestern ein. «Es läuft etwas harzig ab. Ich habe neue Dosen bestellt, doch sie sind bislang nicht eingetroffen», sagt Daniel Dürr. Doch Erlösung naht: Ab nächster Woche – genauer ab dem 23.November – soll der Grippeimpfstoff in grossen Mengen zur Verfügung stehen. Das Bundesamt für Gesundheit schrieb gestern in einer Medienmitteilung, dass ab nächstem Montag auch Personen gegen die Schweinegrippe geimpft werden sollen, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Bislang haben auch die Oberländer Ärzte primär Risikopatienten gepiekst. «Beispielsweise Diabetespatienten, Personen, die in der Pflege arbeiten oder sonst viel mit Menschen zu tun haben», erklärte die leitende Arztgehilfin Monika Fusaro aus Thun. Christoph Kummer Weitere Berichte zum Thema Schweinegrippe finden Sie auf Seite 3.>

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