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Gürbe als Lebensraum

Die renaturierte Gürbe bei Kehrsatz soll vor Hochwasser schützen, aber auch zum Lebensraum für Tiere und Pflanzen werden. Zum Abschluss der Arbeiten lud Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) ans Ufer der Gürbe ein.

Noch wirken das Ufer und die Inseln im neu gestalteten Lauf der Gürbe bei Kehrsatz ein bisschen nackt. Immerhin ist das Wasser seit gestern belebt: Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) setzte zur Feier des Tages 30 junge Elritzen aus. Die Hochwasserschutzarbeiten sind jetzt abgeschlossen. Das verbreiterte Flussbett lässt dem Wasser wesentlich mehr Raum. Neu gibt es Kiesbänke und seichte Stellen. Nun kann die Natur weiterwirken. Pflanzen und Tiere werden sich den neuen Lebensraum im Lauf der Zeit erobern. Geld von Bund und Kanton Es gebe an der Mündung der Gürbe und am Lehnenkanal noch einige kleinere Arbeiten auszuführen, sagte Heinrich Wildberger, Präsident des Wasserbauverbandes Untere Gürbe und Müsche. Der Abschluss sei aber auch dort absehbar. Die Kosten wurden mit neun Millionen Franken berechnet. Die Rechnung wird voraussichtlich günstiger ausfallen. Den grössten Teil der Kosten übernehmen Bund und Kanton. Bauherr ist der Wasserbauverband Untere Gürbe und Müsche, ein Gemeindeverband, dem 15 Gürbetaler Gemeinden zwischen Burgistein und Kehrsatz angehören. Bis 2008 ein Kanal Die Gürbe war bis 2008 ein Kanal, durch den das Wasser auf direktem Weg durch das Belpmoos bis zur Aare floss. Beim Hochwasser im Sommer 2007 hat der Fluss weite Teile des Belpmooses überschwemmt. Deshalb hat der Kanton Bern zusammen mit dem Wasserbauverband Arbeiten geplant und ausgeführt, um den Hochwasserschutz zu verbessern. Es wurden neue, relativ flache Dämme gebaut, die Selhofenbrücke durch eine längere, höhere ersetzt. Das alte Flussbett konnte zuwenig Wasser ableiten. Jetzt ist es vielfältig strukturiert und breiter. Damit hat das Wasser mehr Platz und bei zukünftigen Hochwassern können Schäden vermieden oder wenigstens vermindert werden, sagte Regierungsrätin Barbara Egger. Sie räumte allerdings ein, dass von der Aare her trotzdem noch Überflutungen vorkommen können. Definitiv sicher vor Hochwasser werde das Belpmoos erst nach der Realisierung des Jahrhundertprojekts «aarewasser» sein. Laura Fehlmann >

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