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Gutes Boxplay, kanadische Tore

24 Stunden nach dem 5:0-Heimsieg haben die SCL

Zwölf Punkte aus den ersten sieben Spielen – so gut sind die SCL Tigers seit der Einführung der Dreipunkteregel in der Saison 2006/2007 noch nie in die Meisterschaft gestartet. Den mit Spannung erwarteten Vergleich zwischen den Teams mit dem aktuellen (John Fust) und dem vorherigen Coach der SCL Tigers (Christian Weber) entschieden die Emmentaler innerhalb von 24 Stunden mit 6:0 Punkten und 9:3 Toren klar für sich. Sie waren defensiv wie offensiv, in Unter- wie in Überzahl die bessere Equipe. Der nach zwei Wintern in Langnau nach Rapperswil zurückgekehrte Sandro Gmür war enttäuscht, zeigte sich jedoch als fairer Verlierer: «Alle Achtung. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Sie haben, sagen wir es einmal so, sackstark gespielt. Sie liessen uns kaum eine echte Chance.» Wie beim 2:1-Triumph nach Penaltyschiessen in Bern und beim 5:0-Heimsieg über die St. Galler boten die SCL Tigers auch in Rapperswil eine beeindruckende Mannschaftsleistung. Mit 4:3 fiel der erste Dreipunktesieg in einem Auswärtsspiel zu knapp aus. Hauptgrund für die Aufholjagd der Gastgeber in den letzten siebeneinhalb Minuten (von 1:4 auf 3:4) war eine umstrittene Fünfminuten- und Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Ellbogenchecks gegen Tigers-Captain Pascal Pelletier, der in der hektischen Schlussphase spürbar fehlte. «Schiedsrichter Danny Kurmann hat sich für den Fehlentscheid entschuldigt», sagte Tigers-Geschäftsführer Ruedi Zesiger. «Dieser Fehlentscheid hätte uns aber auch Punkte kosten können.» «So einfach wie möglich» Das gegenüber vergangenen Jahren verbesserte Defensivverhalten der Langnauer zahlte sich in Rapperswil gleich zweimal aus – beim Stand von 1:1, als die Gastgeber 4 Minuten und 46 Sekunden in einfacher und 37 Sekunden in doppelter Überzahl nicht ausnutzen konnten, und beim Stand von 1:3, als sie während Pelletiers Fünfminutenstrafe das Boxplay der Emmentaler wiederum nicht zu knacken vermochten. Das Gegenteil war der Fall, in Überzahl kassierten die Hausherren einen «Shorthander» der Moggi-Zwillinge – 1:4 statt 2:3. «Das waren die Schlüsselszenen. Das Penaltykilling hat uns motiviert, die Rapperswiler dagegen frustriert. Das war emotional relevant. So einfach ist das manchmal», sagte Tigers-Stürmer Brendan Brooks. In der Einfachheit sieht der Kanadier auch das «Geheimnis» des erfolgreichen Starts der Langnauer begründet: «Eine Eishockey-Weisheit von uns Kanadiern sagt: Spiele so einfach wie möglich, und die guten Dinge kommen von selbst. Das trifft im Moment auf uns zu. Und», ergänzt er lächelnd, «es kann auch so weitergehen.» Die Langnauer Siege der letzten Woche haben einiges mit den engagierten und disziplinierten Darbietungen der Schweizer zu tun, aber auch mit der Steigerung der Kanadier. Beim 2:1-Sieg in der Postfinance-Arena hatten Mike Iggulden (2) und Brendan Brooks (1) mit drei Toren im Penaltyschiessen für die Wende gesorgt. Beim 5:0-Heimsieg gegen Rapperswil erzielte Curtis Murphy seine ersten Tore aus dem Spiel heraus, und beim 4:3 in Rapperswil trafen Brooks, Iggulden und Pelletier ebenfalls erstmals in dieser Saison.Werner Haller >

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