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Hartes Training bis zur WM

Marc und Melanie Oswald vom Karate-Club Budokan und 33 weitere Mitglieder aus Thun reisen nach Portugal an die ISKA-WM.

Ab heute kämpfen die Mitglieder des Budokan Thun in Portugal um Medaillen. Bis das 35-köpfige Thuner Team abfliegt, wird hart trainiert. Wer das Budokan-Gebäude betritt, fühlt sich sofort, als wäre er in einer anderen Kultur. Schüler und Lehrer knien zu Beginn des Trainings nieder und verharren. Hans Müller, der Chefinstruktor, erklärt: «Das ist nichts Relgiöses. Wir versuchen bei diesem Begrüssungsritual Besinnung zu finden.» Nach 1–2 Minuten Stille beginnt das Training. Jeder einzelne ist konzentriert. Mit blitzschnellen Be-wegungen wird angegriffen. Doch Körperkontakt ist keiner auszumachen. Traditioneller Karatestil «Es gibt verschiedene Karatestile, und jeder eigene hat seine Weltmeisterschaft. Bei uns wird jeglicher Körperkontakt vermieden. Wir greifen zwar an, stoppen aber wenige Zentimeter vor dem Ziel ab», erklärt Hans Müller. Beim Shotokan-Karate ist eine hohe Disziplin Grundvoraussetzung. Auch das Geschwisterpaar Melanie und Marc Oswald ist konzentriert und versucht jede Bewegung, die der Lehrer vorzeigt, auszuführen. «Karate ist nicht wie Fussball. Nicht nur die Fitness verändert sich, sondern auch dein Selbstbewusstsein», erklärt Marc Oswald (11). Seine Schwester (13) sieht das ähnlich: «Seit ich Karate mache, bin ich viel selbstbewusster geworden.» Die beiden können es gar nicht erwarten, an der WM mitzumachen, und zeigen sich selbstbewusst. «Mein Ziel ist eine Goldmedaille. Die Konkurrenz ist nicht unschlagbar», sagt Marc Oswald. Das denkt auch Leiter Hans Müller: «Ich möchte mit ein Paar Medaillen zurück nach Thun kommen», bestätigt er. Während das Training weitergeht, fällt einem die grosse Disziplin auf, die in dieser kleinen Halle vorherrscht. Jeder Teilnehmer ist in sich gekehrt und kämpft mit Leidenschaft. Ob diese Eigenschaften dem Budokan Thun an der WM zum Sieg verhelfen, wird sich bald zeigen.David Oesch >

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